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Fortbewegungsfreunde Vier Dortmunder auf Touren

Beta 300 RR Racing 2016

Fortbewegungsfreunde

20. Januar 2016

Die Zeit ohne Beta war nach dem Diebstahl meiner 2015er Racing recht kurz.

Aber ich hatte ja einen Beta Viertakter gekauft und ganz ehrlich, ich wollte dringend wieder eine 300er mit zwei Takten!

Im Dezember habe ich die neue 2016er Racing bei Andreas Herresthal abgeholt.

Ich setze hier in den Blog einen Text rein den der ein oder andere vielleicht schon gelesen hat?!

Er ist nämlich in etwas kürzerer Version im DirtBikerMagazin http://dirtbikermag.de/ veröffentlicht.

Und dazu kam es so:

Beim Red Bull Sea to Sky waren insgesamt drei Bikes gestohlen worden.

Alle die bei KTM Team West zum Versand abgegeben worden waren.

Eine davon gehörte dem Chefredakteur eben des DirtBikerMagazins.

Wir sind in der Türkei dann über den Diebstahl der uns ja beide getroffen hatte, ins Gespräch gekommen.

Es stellte sich heraus, dass der Busty ein echt netter Zeitgenosse ist und sich vorstellen konnte die Beta im Dauertest im Heft zu testen.

Und eben das tue ich jetzt und werde monatlich von der 300er und den diversen Umbauten und Erfahrungen berichten.

Hier also der Text aus der Januar Ausgabe

Dauertest Beta 300 RR Racing 2016 (1)

Das aktuelle 300er „play bike“ im Dauertest

Betrachtet man die Entwicklung der Enduroszene in den letzten Jahren, kann man klar sagen, dass sich eine Marke im Bereich Hard oder Extremenduro hervorgetan hat.

Ich meine nicht die weiterhin große Überlegenheit der Orangen, auch nicht die jüngsten Erfolge der blau weissen Ableger von KTM, nein ich beziehe mich auf das, was sich so im Fahrerlager entwickelt hat.

Da stehen nämlich immer mehr Bikes aus Italien!

Was macht diese Zweitakter mit dem üblichen 300ccm Hubraum so beliebt?

Diese Frage wollen wir euch im Dauertest beantworten und aufdecken, ob die Beta Zweitakter nicht eben „mal was anderes“ sind oder „nur gut aussehen“.

In meinen Augen hat Beta vor drei Jahren einen wichtigen Schritt getan.

Sie haben einen neuen Zweitakter entwickelt.

2013 gab es die ersten 250 und 300 ccm Bikes aus der Nähe von Florenz zu kaufen.

Zu der Zeit waren die Japaner längst nur noch im Viertakt Bereich zu finden, und neben KTM, Gasgas und wenig präsenten Herstellern gab es keine Bewegung auf dem Markt. Das mag auch an Abgasbestimmungen etc. gelegen haben oder am anliegenden Hype, ein Dirtbike mit Ventilen zu fahren.

Ich wechselte von einer tollen 300er Husaberg TE noch 2013 auf Betas neu erschienene 300er RR. Dabei hatte ich mir fest vorgenommen, kein Bike zu kaufen welches nicht schon auf dem Markt erprobt war.

Es kam nach einer Probefahrt nun mal anders.

Mittlerweile besitze ich, in zwei Fällen oder Jahren, nicht ganz frei gewählt, die vierte Beta 300 RR in Folge und kann meine Erfahrungen der letzen vier Jahrgänge hier weiter geben.

Heute war also der Tag, die aktuelle 2016er in der Racing Version einzufahren.

Mit viel Spannung wird sicherlich die komplett neu entwickelte Closed Cartridge Gabel aus dem Hause Sachs erwartet.

Ansonsten kann man bei Beta von einer echten Modellpflege sprechen, es gibt keine neuen Achsen, Luftfahrwerke oder umgedrehte Motoren zu vermelden.

Im Jahr 2016 sind Details geändert wie Dekor, Achsausziehhilfe vorn, gedrehter Steg der Fußrasten, leicht veränderter Luftfilterkasten, aber auch eine neue Motorhalterung, entsprechend neuer Zylinderkopf und Federbeinaufnahme.

Bevor es aber zur Jungfernfahrt ging, habe ich mich in die Garage begeben.

Ich finde es wichtig, ein paar empfindliche Dinge direkt vor der ersten Fahrt zu schützen.

Dazu gehören in meinen Augen definitiv Kühler- und ein Umlenkung.

Von HRP habe ich einen stabilen und relativ passgenauen Aluminiumschutz mit 4mm Stärke für die Kühler verbaut.

Um die Umlenkung vor Verformung bei Steinkanten, Betonröhren o.ä. zu erwartenden endurotypischen Hindernissen zu bewahren, gibt es auf dem Markt verschiedene Varianten. Sehr hochpreisig sind die Teile aus Aluminium, die auch gleich die Gabel der Umlenkung ersetzen.

Ein Bekannter, ein selber sehr guter Endurofahrer auf Beta, hat einen Schutz gebaut ,der bestens funktioniert und deutlich weniger das Budget belastet.

Dieser ist aus Kunststoff, nimmt daher gut Schläge auf , ohne diese auf die empfindlichen Teile der Umlenkung weiterzugeben und rutscht besser als Metall über viele Hindernisse, an denen man sonst gern hängenbleibt.

Ansonsten habe ich neben des üblichen Einstellens der Hebel und des Lenkers nur Kleinigkeiten verändert.

Um den Wendekreis des Motorrades zu verringern, kann man die Muttern der Anschlagschrauben entnehmen, auch ohne diese Distanzen schlägt die Gabelbrücke nicht an den Kühlern an oder klemmt den Kabelstrang ab.

Die Übersetzung habe ich auf Grund der Erfahrung aus den Vorjahren auf ein 50er statt 49er Kettenblatt getauscht.

Um Gewicht zu sparen, ersetzt eine Lithium-Ionen Batterie das Serienteil.

Auch wenn bei manchen Rennen gefordert, habe ich den Kettenschutz entfernt und die Handschützer, die Beta serienmäßig bei der Racing Version mitliefert, habe ich nicht verbaut.

Zu guter Letzt habe ich mit einem sehr widerstandsfähigen Tape die Unterzüge und Teile des Rahmens beklebt, um Scheuerspuren im Lack vorzubeugen.

Kommen wir also aus der Garage zurück zu den ersten Fahreindrücken.

Ich finde die 300er handlich, wie auch die Modelle der Vorjahre, schlank ist sie sowieso und vom Gewicht her absolut im Soll!

Der Motor ist auf Fahrbarkeit ausgelegt, hat untenrum sensationell verwertbares Drehmoment gepaart mit einer fantastischen Kupplung und legt obenrum gut zu, wenn man den Hahn aufmacht.

Der Mappingschalter der Sportedition ist merkbar und hilft sicherlich im nassen Geläuf.

Große Neuerung der 16er Modellreihe ist die CC Gabel von Sachs.

Es fällt zuerst ins Auge , wie die obere Einstelleinheit gestaltet ist.

Man kommt endlich ohne Demontage des Lenkers an die Verstellschraube der Zugstufe und an die Entlüftung!

Erstaunt war ich ob der geringen Verstellmöglichkeit der Zug und Druckstufe.

Man kann jeweils nur 11 Klicks drehen bis zum jeweiligen Endanschlag.

Im Fahrbetrieb hinterlässt die Gabel einen guten Eindruck, eher auf der straffen Seite im Serientrimm, mit ordentlichen Reserven.

Aber ich möchte diese neue Gabel erstmal einfahren, bevor ich dazu mehr schreibe.

In den nächsten Ausgaben gibt es also mehr zum Fahrwerk, zu neuen Anbauteilen, Verbesserungen und vor allem Fahreindrücke in unterschiedlichstem Terrain – zu dieser Jahreszeit ohne Renneinsatz, aber die werden kommen!

Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016

22.Januar 2016

Vergangenes Wochenden sind wir eher zufällig zu einer Veranstaltung in einem Steinbruch gekommen.

Vom Crone Enduro Team hatten zwei Kollegen Startplätze zu einem Rennen in Anröchte abzugeben.

Tobi und ich konnten diese ohne viel Aufwand übernehmen und sind so in den Genuß einen kleinen aber feinen "Rennens" gekommen!

Es war zwar beschissen kalt und etwas verschneit, aber der Boden war, bis auf eine fiese Passage gut zu fahren.

Am Ende konnte ich mit 21 Runden ordentlich Strecke machen und somit Platz drei erfahren.

An dieser Stelle:

Herzlichen Dank an alle Beteiligten für diese tolle Möglichkeit Enduro zu fahren!

Bilder folgen noch!

Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016

Dauertest Beta 300 RR Racing 2016 Teil 2

optimiert durch den Winter!

Es wird ja immer wieder in Freundeskreis, Foren und Co über das richtige Einfahren des Motors, oder nach Kolbenwechsel eben das Einfahren des Kolbens gesprochen.

Ich habe das für mich in den letzen Jahren so gehalten:

Eine 300er bewege ich eh nur im Tiefsand mal am Anschlag, also ist alles, was etwas härterer Boden ist, genau richtig für die ersten Betriebsstunden.

Den Getriebeölwechsel habe ich natürlich nach der ersten Fahrt gemacht, ansonsten fiel bis heute nichts an Wartungsrbeiten an. Der Luftfilter ist bei den Witterungen noch kaum verschmutzt und kann noch ein paar Stunden drin bleiben.

Meine 2016er Beta hat jetzt 13,5 Stunden auf dem Zähler und läuft so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Aber ein paar kleine Einstellarbeiten am Vergaser habe ich noch vorgenommen.

Die Hauptdüse und auch die Leerlaufdüse sind so belassen, wie sie werksseitig verbaut waren (168 und 38), aber die N2ZW Winternadel habe ich um einen Clip tiefer, also leicht magerer gehängt.

Da bei Beta der Vergaser, verglichen mit anderen Marken, etwas zum Motor hin geneigt eingebaut ist, tendiert die Schwimmerkammer schnell zum Überlaufen.

Man kann dem entgegen wirken, indem man die Lasche des Nadelventils leicht nach oben und zusätzlich das Überlaufröhrchen etwas steiler biegt.

Unnötiger Spritverlust wird so minimiert: Man steigert die Reichweite und kann sich auch noch Umweltfreundlichkeit auf die Fahne schreiben, ganz ohne die Grünen wählen zu müssen...

In der letzen Ausgabe hatte ich geschrieben, dass ich die originalen Beta - Handschützer nicht angebaut hatte. Grund dafür: Ich hatte noch die sehr widerstandfähigen offenen Cycra Stealth DX in gelb, so kommt Farbe ins Gesicht der Beta!

Und wo wir schon beim Thema sind: Die originale Lampenmaske fahre ich nur, wenn ich Licht brauche. Die Optik der MX Maske finde ich super, und man kann auch keine teure Lampe mehr durch Sturz oder Steinschlag schrotten!

Generell bin ich ein großer Freund des Minimalen, was die Ausstattung angeht.

Hupe, Blinker und Kettenschutz wurden noch vor der ersten Fahrt demontiert, das Rücklicht mitsamt Kennzeichenhalter folgten kurz darauf. Da ich also kein Licht mehr an Bord hatte, brauchte ich auch den großen Kombischalter nicht mehr. Den habe ich durch einen kleinen Killschalter ersetzt ,natürlich ohne am Kabelbaum rumzuschnippeln zu müssen. Ich will, wenn ich es brauche, alles schnell und sauber wieder verbauen können!

Der Tacho ist auch verschwunden, und ein kleiner Stundenzähler, der auf die Motorvibration reagiert, zeichnet seit dem ersten Motorstart auf.

Wie man sehen kann, ist das Cockpit meiner 300er so wirklich aufgeräumt und schlank.

Um nicht von abgebrochenen Kupplungs- oder Bremshebeln gestoppt zu werden, habe ich von ZAP Flexhebel verbaut: Passen gut und sind angenehm zu greifen!

Ab und zu kommt es vor, dass im originalen Entlüftungsschlauch die Kugel des Rückschlagventils fest sitzt. Dann bekommt der Motor keinen Sprit mehr, und man bleibt unweigerlich stehen. Um diesem Phänomen auszuweichen, habe ich einen Schlauch ohne Überlaufstopp verbaut, wieder in gelb.

Tja, und wenn nix mehr geht, dann kann man die Beta am Kriega Bergegurt noch ziehen.

Wenn man soviel “pimpt” ,muss sich das ja auch lohnen!

In meinen Augen ist das absolut der Fall!. Nicht nur, dass ich die Beta optisch super finde, auch fahrerisch kenne ich kein besseres Bike für mich.

Ach, doch!

Ich bin noch nicht so richtig zufrieden mit der Sachs - Gabel.

Sie reagiert so gut wie nicht auf die Einsteller, so kann man da wirklich keine Vielseitigkeit unterstellen.

Die Neuentwicklung, die angeblich an den super funktionierenden Kayaba Gabeln angelehnt ist, kann das, was man sich verspricht ,wenn man ein Racing Modell kauft.

Nämlich :Bei hohem Tempo gut arbeiten.

Je schneller , desto besser und stabiler wirkt die Gabel.

Wenn es allerdings mal im Wald technischer wird und man auf Ansprechverhalten angewiesen ist um die Spur zu halten, wird es schwierig.

Auch mit komplett geöffneten Einstellern bleibt es holprig, stockig, eben zu unsensibel.

Am Fahrergewicht kann es nicht liegen, ich wiege knappe 80Kilogramm, Federrate passt also.

Demnächst werde ich einen Service machen lassen und etwas mehr Luftkammer fahren.

Vielleicht muss ich aber auch nur schneller werden...?

Bei einem kleinen Rennen in einem Steinbruch konnte ich die drittmeisten Runden des Fahrerfeldes abspulen. Bei frischen Temperaturen, Schnee und steinigem Untergrund lief meine Beta bestens und hat zwei mich Stunden lang vom Le-Mans Start bis zur Zielflagge einfach Spaß haben lassen!

Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016

Dauertest Beta 300 RR Racing 2016 Teil 3

Die Italienerin im nassen Winter

Warum tut man sich das eigentlich an?

Jedes Wochenende in diesem sogenannten “Winter” kriegen meine Beta und ich eine dicke Schlammpackung!

Man könnte eine Million Dinge tun die sinnvoll, vernünftig oder zumindest entspannt sind.

Aber ohne Enduro geht´s halt bei mir nicht!

Also gilt es Sonntag abends die Waschmaschine vollzustopfen mit den bis zur Unkenntlichkeit verdreckten Klamotten. Der Helm, Rucksack und Co. kommen gleich mit unter die Dusche zum Säubern, und alles wird für die nächste Packung wieder fertig gemacht.

Montag nach der Arbeit noch das Bike kärchern, dann alles abschmieren, kontrollieren und Verschleissteile ersetzen.

Könnte ja sein, dass am nächsten Wochenende mal gutes Wetter ist!

Die vielen Regenfahrten haben bei meiner Beta nach 22 Betriebsstunden die Bremsbeläge verschlissen.

Getriebeöl habe ich auch getauscht und der Luftfilter ist neu.

Aber ansonsten kann ich keine laufenden Unterhaltskosten verzeichnen und habe derzeit 25,7 Betriebsstunden auf dem Zähler.

Nur Optimierungen haben die Kasse belastet!

Ich wollte gern wieder farbige Felgen haben. An meinen vorherigen Betas bin ich immer blaue DID Felgen gefahren, die mir aber mitsamt Bike gestohlen worden sind.

Da waren noch ich die ungenutzten originalen Felgen, die habe ich verkauft und bei Mx-Fun24 einen Satz blaue SM Pro Felgen für Beta erstanden.

Bin gespannt ob die Felgen auch derart lange halten : Meine alten DID Felgen sind weit über 350 Stunden dabei gewesen.

Zu den neuen Rädern brauchte ich auch neue Gummis – vorne den besten Allrounder ,den ich kenne: Michelin S12 und Mousse, hinten einen Mitas C10. Damit sollte man wenig Ausreden haben!

Erst recht nicht mit dem Tubliss System hinten.

Das fahre ich auch schon einige Jahre und kann wenig Schlechtes und viel Gutes darüber berichten.

Wenn es wirklich nass und rutschig wird, kann ich den Luftdruck sehr weit senken, um noch Grip zu bekommen, ohne wie beim Schlauch ein abgerissenes Ventil zu riskieren.

Mit so wenig Druck auf dem Reifen ist das nichts um Sonderprüfungen zu fahren, aber langsames und trialartiges Gelände kann dann noch bei miesesten Wetterbedingungen Spaß machen.

Zum Textende kommt wieder das Thema Fahrwerk...

Die Sachsgabel passt im Auslieferungszustand leider nicht zu meinen Endurovorstellungen.

Ich hatte das alte Öl nach 15 Stunden getauscht ,was auch nötig war, wie man an den Abriebmengen sehen konnte.

Eingefüllt habe ich 280 Milliliter frisches 2.5er Gabelöl, somit 40 Milliliter weniger als vorher.

Von einer Verbesserung kann ich nicht berichten.

Sowohl Zug, als auch Druckstufe sind komplett offen, aber die Gabel arbeitet nicht sensibel.

In Bilstain, Belgien, habe ich jede Wurzel und jeden Stein bis in die Handgeleke gespürt.

Stand ist also weiterhin: Für schnelles top und für technisches Enduro ein Flop.

Mal sehen, ob ich die Gabel zeitnah zum Tuner bringen kann.

Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016

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Dauertest Beta 300 RR Racing 2016 Teil 4

Goldene Zeiten!

Auf geht es in die vierte Runde des Dauertests!

Gut eingefahren ist sie nun, meine Beta.

Die ersten Spuren vom Enduroalltag sind zu sehen: Hier eine Macke im Plastik, da Abriebspuren am Kupplungsdeckel und dort Kratzer in der Schwinge.

Der Neuwagenglanz ist ab. Die Scheu etwas zu versuchen, etwas zu riskieren, das gegenbenenfalls Spuren hinterlässt, ist dahin.

Ich kenne das Bike jetzt richtig gut, weiss ,wo mich der Motor mit seinem Drehmoment aus dreihundert Kubikzentimetern noch über die letzte Kante bringt, weiss, wann das Hinterrad noch gerade greift statt durchzudrehen und weiss, wie das Fahrwerk bei harter Landung arbeitet.

Dieser Zustand mit 30-60 Betriebsstunden auf dem Zähler ist ziemlich genau der, den ich als ideal empfinde.

Man kann sich bedenkenlos aufs Fahren konzentrieren. Bis auf Kleinigkeiten ist am Motorrad kein Verschleissteil zu tauschen,was viel Zeit in der Garage fordert.

Kein Hebel, kein Gelenk, kein Lager hat zuviel Spiel, getauscht wird maximal der Hinterreifen und der Kolben hat noch ein langes Leben vor sich!

Was kann es also besseres geben, als am Ist-Zustand noch ein paar Optimierungen vorzunehmen?!!!

Ein Händler, der sich sich auf Beta spezialisiert hat ,sitzt am Bodensee und hat interessante Teile im Angebot.

An meiner Beta fehlte noch ein must have: der Kupplungsnehmerschutz!

Rutscht ein Stein unglücklich zwischen Ritzel, Kette und Nehmer, kann dieser das Gehäuse zerstören. Um das zu vermeiden, gibt es von Wilson25 eben einen Schutz aus Aluminium.

Der Anbau ist sehr einfach mit den beiliegenden Schrauben zu erledigen. Man kann, wenn man möchte, auch die originale Ritzelabdeckung verbauen. Darauf verzichte ich, weil sich darin viel Dreck sammelt.

Im Dreck sind auch die anderen Teile, die ich von Wilson 25 verbaut habe, sehr hilfreich.

Zum einen fertigt die Firma Bremsbelaghaltebolzen mit einem 8er Sechskantkopf, die einen schnelleren Wechsel der Beläge ermöglichen.

Man muss nicht erst die Madenschraube und dann den Imbus der originalen Bolzen lösen. Eine Kleinigkeit, aber wer mal in Eile bei einem Schlammrennen Bremsbeläge getauscht hat, weiss das zu schätzen.

Zum anderen habe ich noch den Bremshebelauftritt verbaut. Der hat spitze Pinne und lässt sich so auch bei viel Matsch und Dreck ohne abrutschen noch gut bedienen.

Andere Fußrasten habe ich ebenfalls verbaut.

Im letzten Heft waren die bei den “must have” - Produkten im Heft bereits vorgestellt und unsere Dauertest Beta Xtrainer ist ebenfalls damit ausgestattet.

Mit Edelstahlhülse versprechen diese ein langes und klapperfreies Dasein zu erleben.

Das Aluminium ist blau eloxiert und die Rasten sind sehr breit und garantieren einen guten Stand ,egal bei welcher Witterung.

Was gibt es sonst noch?

Ich habe einen großen und stabilen Motorschutz von Hyde verbaut. Psychoparts.de vetreibt Hyde Protektoren in Deutschland; leider ist bei uns nicht nicht immer alles lieferbar, was in Südafrika hergestellt wird.

Damit der Rahmen durch die Stiefel nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird, habe ich verlängerte Rahmenschützer aus Carbon verbaut.

Diese verhindern praktischerweise auch gleich das Schleifen der Stiefel am Ausgleichsbehälter des Federbeins.

Mitte März bin ich in der Nähe von Burg beim Saisonvorbereitungstraining von Jens Scheffler gewesen, um mir ein wenig Schliff für Kurventechnik und Tempo zu holen.

Das hat Spaß gemacht und war interessant zu sehen was die Kollegen, die sich zum Großteil auf die Enduro DM vorbereitet haben, für ein Tempo gehen.

Meine Gabel ist zum Check Up bei ZAH in Marl und ich habe, da ich jedes Wochenende fahren will ,eine Leihgabel mitbekommen. Das ist echter Servie, finde ich!

Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016

Film aus Bilstain mit den Dirtbiker Magazin Kollegen

Dauertest Beta 300 RR Racing 2016 Teil 5

Es liegen wieder einige schöne Betriebsstunden hinter meiner Beta und mir.

Ich war im belgischen Bilstain und auch sonst eher in technischem Gelände unterwegs und hatte eine gute Zeit auf der Maschine.

Kommen wir mal zu fahrerischen Eindrücken, schließlich habe ich meine Sachs Closed-cartridge Gabel wieder zurück.

Wer hier in den letzten Monaten gelesen hat , kennt meine Kritik an der Gabel.

Es galt also das Ansprechverhalten und die Härte zu ändern.

Zwei Wochenenden hatte ich eine Sachs Open-cartridge Leihgabel aus einer 2014er Beta von ZAH-Racing und war damit ganz zufrieden.

Da ich wie gesagt nur in technischem, langsameren Geläuf unterwegs war und man die Gabel sehr weich fahren kann, passte es gut und ich würde sagen, dafür reicht die Gabel aus, da muss man keinen Mehrpreis für ein Beta Racing Modell zahlen.

Wie sich beim großen Service und der Überarbeitung herausstellte, ist es kein Wunder, warum meine 2016er Gabel des Racing Modells nicht vernünftig gearbeitet hat.

Verbaut war eine für mein Gewicht zu harte 4.6er Feder, die Shimbelegung war ein Motocross Setting und das Öl in der Cartridge ist verdreckt und zu dick gewesen.

Ist mir ein Rätsel, was Beta sich dabei gedacht hat!

Das hatte mit einer Gabel für den Endurosport nicht viel zu tun.

Vielleicht ist da im Werk etwas schief gelaufen, ich versuche das demnächst mit Beta zu klären und berichte noch mal darüber.

Nach der kompletten Überarbeitung der Gabel kann ich jetzt aber Gutes berichten!

Andreas Herresthal von ZAH-Racing hat einen klasse Job gemacht.

Er hat das Shimpaket auf meine Bedürfnisse angepasst, Führungsbuchsen bearbeitet, passendes Öl und letztlich noch passende Fahrwerksfedern verbaut.

Nun funktioniert die Gabel gut, arbeitet auf ganzem Federweg, spricht sauber an und hat noch genügend Reserven.

So hatte ich mir die Gabel von Anfang an erhofft.

Leider verbeulte ich mir in einer engen Auffahrt in Bilstain die Auspuffbirne kräftig, da ich keinen Carbon Schutz verbaut hatte.

Jetzt ist die Birne fachgerecht wieder ausgebeult und ich suche einen Schutz , der das Blech von nun an vor weiteren Blessuren schützt.

Auch will ich mit Hinblick auf den im Mai anstehenden Rumänien-Trip noch einen Kupplungsdeckelschutz verbauen.

In den Bachbetten dort gibt es immer furchtbar viele Gelegenheiten diesen zu beschädigen.

Schließlich habe ich noch den Lenker getauscht.

Von ProTaper habe ich den neu entwickelten Fuzion Lenker verbaut.

Ansich finde ich den originalen Beta Lenker sehr gut, weil er mir von der Geometrie super passt und stabil genug ist er auch. Aber der neue Fuzion ist klasse und ich werd den erstmal drauflassen. Wer mehr lesen will findet Infos in dieser Ausgabe im Speedcheck!

Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016

Dauertest Beta 300 RR Racing 2016 Teil 6

Diese Ausgabe des Dauertests schreibe ich in etwa 1500 Kilometer Entfernung zur Heimat, nämlich in Rumänien.

Ich sitze am Werkstattrechner von unserem Tourguide Emy und habe ein wenig Zeit um zu tippen.

Im Hintergrund zwitschern die Vögel, die Sonne verabschiedet sich langsam hinter den Weinbergen und gleich gibt es noch ne Massage für den geschundenen Körper.

Hört sich nicht nur ziemlich gut an, glaubt mir, es ist fantastisch!

Und ich will niemanden neidisch machen, aber hey, auch mit der 300er Beta habe ich voll aufs richtige Pferd gesetzt!

Die Maschine ist gemacht für diese Art von Enduro in der Bergwelt Rumäniens.

In den tiefen Bachbetten findet das Bike Traktion wie kein anderes, was ich bisher gefahren bin.

Und der Leistungseinsatz begeistert mich noch nach bald vier Jahren auf dem Zweitakter aus Italien.

Wie man auf diesen langen, nassen Waldauffahrten, die mit Wurzeln und Steinen durchsetzt sind, noch fahren kann, ist klasse.

Intesssanterweise sind wir dieses Jahr mit vier Mann hier und wir alle fahren Beta.

Sowas wäre vor ein paar Jahren sicher undenkbar gewesen.

Uns spart das natürlich Gepäck, wir konnten prima Ersatzteile packen und uns vorher abstimmen.

Noch ein Beispiel gefällig, wie sauber der Motor der Betas läuft?

Alle vier Betas hier sind in vielen Bereichen modifizierte 300er, aber keiner von uns hat am Motor etwas geändert.

Nicht einmal die Bedüsungen sind gross unterschiedlich!

Und alle vier Mopeds rennen bestens.

Leider habe ich diesmal kein rechtes Glück, was meinen Materialverschleiss angeht.

Hatte ich ,wie berichtet ,letzten Monat in Bilstain meine Birne platt gefahren, habe ich hier an Tag Eins meinen Kupplungsdeckel zerstört und an Tag Zwei meine hintere Bremsscheibe verbogen.

Für alle drei Fälle hätte es Protektoren gegeben, die wahrscheinlich Schlimmeres verhindert hätten.

Vor den anstehenden Romaniacs gilt es diese Teile in Top Qualität aufzutreiben.

Glück im Unglück ist, dass die passenden Ersatzteile vorhanden waren und ich den Urlaub fortsetzen konnte.

Wenn mein Blick nach links schwenkt und ich auf meine Beta sehe, fällt mir ein, dass ich noch ein tolles Teil verbaut habe, von dem ich berichten wollte:

Den Kupplungshebel von Midwest Mountain Engineering.

Das gute Stück verringert die Bedienkräfte der Kupplung um ein gutes Maß.

Ihr findet einen ausführlichen Bericht darüber in der aktuellen Ausgabe.

Ich schmiere jetzt mal die Kette, prüfe die Luft meines Mitas Hinterreifens und werde mich dann auf den Weg zur Massage machen!

Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016

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Dauertest Beta 300 RR Racing 2016 Teil 7

Diesen Monat kann ich von vielen Teilen berichten die ich verbaut habe.

Angesichts der bevorstehenden Romaniacs wird es auch Zeit das Bike für die harten fünf Tage in den Karparten vorzubereiten.

Wie Busty im Heft # 15 von seiner Husky berichtet, lässt sich der massive Aluminium Bremsscheibenschutz von Moose problemlos verbauen. Eben dieser Protektor ist für Beta nun bei mir verbaut und macht einen top Eindruck!

Ich hatte noch von Wilson 25 Kühlerschützer die auf ihren Anbau warteten, auch hier kann man von Maßarbeit sprechen!

Da ohnehin die Kühler runter waren habe ich noch blaue Kühlerschläuche von ZAH Racing ohne Thermostat verbaut. Ich erhoffe mir nochmal eine minimale Steigerung der Kühlwirkung und find die Optik auch super.

Lange schon treibt mich die Frage: Ist es für den Hobbyfahrer ein spürbarer Fortschritt ein “Profi Fahrwerk” zu fahren?

Immer wieder habe ich mit Leuten darüber gesprochen wie sie ihr Fahrwerk einstellen, was sie optimieren oder warum sie sich doch andere Komponenten kaufen.

Ich selber hatte in meiner 2015er Beta, die auf dem Transport zum Sea 2 Sky gestohlen wurde, einen Öhlins Dämpfer verbaut welcher wirklich klasse funktionierte.

Nachdem meine Gabel in der aktuellen Beta vor der Überarbeitung, freundlich ausgedrückt überhaupt nicht gut arbeitete, war bei mir der Entschluss gefallen: ein neues Fahrwerk soll her!

Neu war das was mir vorschwebte nicht zu bezahlen, also suchte ich etwas gebrauchtes.

Schließlich habe ich ein Sölva in neuwertigem Zustand aus einem Yamaha Crosser gekauft.

Für Beta kann man nichts kaufen was plug ´n play passt, aber ich wusste von Bekannten die Yamaha, besser Kayaba Komponenten in Betas fuhren.

Mit Hilfe eines Freundes galt es also für hinten neue Buchsen zu fertigen und eine andere Umlenkung zu verbauen, dann passte das Federbein mit identischer Länge perfekt. Durchhang und Höhe des Motorrades sind identisch wie mit dem Serienteil von Sachs.

Vorne brauchte ich einen Bremssatteladapter für die 260mm Scheibe und neue Achshülsen, da die originale Yamaha Achse nur 20mm dick ist und Beta 25mm hat.

Sölva hat bei der 49mm closed-cartridge Gabel deutlich dickere Standrohre und so musste die Gabelbrücke auch getauscht werden. Eine 0,5mm starke Hülse sorgt für die

Angleichung der Steuerrohrstärke, denn diese beträgt bei Beta 29mm und bei Yamaha nur 28mm. Dann braucht man noch einen anderen Kotflügel, Gabelschützer und ich habe von Cycra die Crossmaske verbaut, es lässich allerdings auch die originale Lichtmaske befestigen welche ich für die Romaniacs laut Reglement wegen des Lichts brauche.

Es war nicht gerade wenig Arbeit und ohne die Hilfe von Freunden hätte es auch nicht funktioniert, aber nun sind Sölva Federbein und Gabel verbaut.

Das Setting und die Federn sind von Rolf Ringwald, dem Sölva Importeur, auf mein Gewicht und für Extrem Enduro abgestimmt worden und finde das Fahrwerk fantastisch!

In den kommenden Ausgaben werde ich mehr darüber berichten, ob man als Hobby Pilot tatsächlich besser dran ist mit High-end Suspension.

Endlich hieß es auch wieder Rennen fahren.

Das war mir in den letzten Monaten viel zu wenig.

Tief im Osten in Meltewitz war alles angerichtet um Mensch und Maschine so richtig zu schinden: Melz exdrähm!

In einem der nächsten Hefte findet ihr einen Rennbericht und auf unserem youtube Kanal gibt es auch ein Video dazu.

Nur soviel: Die lange Anreise hat sich mal wieder gelohnt!

Beta 300 RR Racing 2016
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Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016

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Dauertest Beta 300 RR Racing 2016 Teil 8

zurück aus den rumänischen Karpaten

Das Beste zuerst:

Meine Beta ist nicht geklaut worden!

Und noch einiges positives mehr kann ich vom Romaniacs Abenteuer berichten.

Seit Dezember schreibe ich an dieser Stelle über die 300er und berichte über diverse Modifikationen, Verbesserungen und den ein oder anderen Mangel.

Nun, nach 105 Betriebsstunden auf dem vibrationsgesteuerten Zähler, ist doch mal Zeit einiges zu bewerten. Nach dieser Stundenzahl kann man getrost auch von Dauertest sprechen.

Beginnen wir mal auf der mechanischen Seite.

Der Motor ist unangetastet, es ist die erste Kupplung, der erste Kolben und Zylinder verbaut. Ich hatte nur einmal umbedüst, fand die Nadelposition auf dem mittleren Clip aber besser und bin gut zufrieden mit dem Motorlauf und der Kraftentfaltung.

Einige hatten zum Prolog Video geschrieben, der Motor höre sich nicht perfekt sauber an, ich glaube aber, dass eher mein Halbgasgefahre sich so komisch anhörte...

Den Kolben werde ich demnächst mal tauschen, allerdings sieht er durch den Auslass betrachtet noch gut aus.

Vor den Romaniacs hatte ich das Kettenkit erneuert, nach 80 Stunden hatte die originale Kette von Beta ihre besten Tage hinter sich. Bei den Bremsbelägen scheiden sich ja die Geister. Die Originalen halten ganz anständig, aber ich fahre immer die günstigsten für 20€ den Satz und komme damit gut zurecht. Beide Paare hatte ich vorm Rennen neu gemacht und beide sind noch gut und werden weiter für anständige Verzögerung sorgen.

Mefo hat unser DirtBiker Team für die Romaniacs mit Reifen und Mousse unterstützt.

Joachim persönlich hat in Bielstein am Rande der MX Masters vorne den MFC 15 EnduroMaster samt Mousse und hinten den 130er MFC16 EX SandMaster mit MOM 18-1EX Mousse montiert.

Mefo kannte ich persönlich bisher nur vom Mousse, denn das hatte ich 2014 schonmal bei den Romaniacs gefahren und fand es super

Bei den Reifen war ich etwas skeptisch, aber kann nun nur Gutes berichten!

Vorne habe ich für mich einen neuen Lieblinsreifen entdeckt. Von der Einsatzbreite bin ich voll überzeugt, denn der Reifen konnte wirklich unter allen Bedingungen und auf allen Böden überzeugen!

Übrigens hat das Mousse hinten ganze vier Tage durchgehalten, auch zurück in Deutschland bin ich es noch gefahren und werde es für ein oder zwei Rennen nochmal nutzen.

Vorne fahre ich sowohl den Reifen, als auch das Mousse noch unbesorgt weiter denn hier ist wenig Vergang feststellbar.

Wer also bald neue Reifen braucht sollte ruhig mal ins Angebot von Mefo schauen!

Einige Tage bevor es nach Sibiu losging hatte ich unerwartete Post von Oliver Höpner dem Chef von www.MX-Fun24.de bekommen. Bei ihm hatte ich den blauen SM Pro Felgensatz gekauft. Er war so umsichtig und hatte mir als Reserve Radlager, Speichen und Achsbuchsen gesendet. Das war nett, aber völlig unnötig denn auch unter den derben Strapazen auf 600 Kilometern Piste hat der stylische

Radsatz nicht geschwächelt!

Alle Speichen sind noch fest und die Lager haben ebenfalls noch kein Spiel.

Im Wissen, dass wahrscheinlich nicht alles unbeschadet bleibt hatte ich ein Ersatzteilepaket von meinem Händler ZAH-Racing mitbekommen.

Viel habe ich davon zum Glück nicht gebraucht, aber einen Kühler habe ich dann doch zerlegt.

Auf einem breiteren Weg bergab hat mich Graham Jarvis überholt und ich versuchte dem Champ ein wenig zu folgen.

Was soll ich sagen, ein paar hundert Meter später hatte ich einen krummen Kühler und ein paar Schürfwunden mehr!

Der Wilson 25 Schutz hat den Kühler aber so geschützt das er noch dicht gewesen ist.

Und dann hatte ich vorm Rennen noch einen dicken Carbon Schutz für den Kupplungsdeckel verbaut. Bei hells.de gab es das gute Stück im Online Shop und zum Glück hatte ich den Schutz drauf!

Am letzen Tag hab ich mich in einer Abfahrt unsanft abgelegt und den Fußbremshebel hat es mit Wucht in den Deckel geschlagen.

Dank des Schutzes konnte ich nach beherztem zurückbiegen der Bremse noch weiterfahren!

Ein weiteres Teil was mir das Leben bei den langen Distanzen und bei den nassen letzten beiden Tagen erleichtert hat ist der Sitzbankbezug gewesen.

Bei Norddeutschen MX und Endurospezi Kiedrowski Racing kann man die Bezüge aus den USA von motoseat bekommen.

Ich habe den Bezug im Design vom ehemaligen Beta Werksfahrer Cody Webb verbaut.

Die Passform ist wie auch die Qualitär sehr gut, vor allem das neue Sitzgefühl ist astrein, man verrutscht eben nicht mehr auf der Bank!

Fahrwerksseitig kann ich nur sagen wie wohl ich mich gefühlt habe.

Die Romaniacs sind auf machen Stücken schneller als man denkt, und auch diese Etappen sind voller Löcher, Wellen und dicker Steine. Hier wird der Federung einiges abverlangt und ich war heilfroh ein schnell und weich ansprechendes Setting gefunden zu haben mit dem ich trotzdem sicher unterwegs war.

Mein Bike hat in Rumänien ein paar Schrammen und Macken bekommen, aber es hat super durchgehalten und ich hatte stets das Gefühl auf der besten Maschine zu sitzen!

Leider habe ich an Tag zwei die Auspuffbirne etwas verbogen und an Tag vier meine gebrauchte Ersatzbirne ebenfalls angeschlagen. Hier muss langsam ein Neuteil und auch ein Schutz her. Ihr lest davon in der kommenden Ausgabe!

Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016
Beta 300 RR Racing 2016

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Dauertest Beta 300 RR Racing 2016 Teil 9

Man könnte ja meinen nach einem so langen und anstrengenden Rennen wie den Romaniacs tritt ein Kater ein und man legt erstmal eine Pause ein.

Meine Beta hat tatsächlich eine kleine Pause bekommen nachdem ich wieder das Tubliss in das Hinterrad verbaut und den Mefo Reifen gedreht und montiert hatte.

Warum die Beta etwas in der Garage stand war aber nicht meiner Unlust aufs Endurofahren geschuldet. Ganz und garnicht, denn ich hab eigentlich jederzeit Lust mich aufs Dirtbike zu schwingen!

Der Grund war ein ganz anderer. Für die aktuelle Ausgabe hatte ich für den ausführlichen Einzeltest die brandaktuelle 2017er Gasgas EC300 diverse Betriebsstunden bewegt. Ob und wie der Redaktion und mir die neue Spanierein gefällt lest ihr auf Seite XY.

    So einige Nachwehen des Rumänien Abenteuers gilt es noch zu beheben. Meine Auspuffanlage ist ziemlich verzogen und die Halterung an der Birne muss ich erneuern.

    Der Spitzschutz am Hinterrad hat seine beste Zeit ebenfalls hinter sich. Am letzten Renntag hatte ich meinen Fußbremshebel in einer Abfahrt so malträtiert, dass ich ihn auch zuhause im Schraubstock nicht mehr in vertretbare Form zurückbiegen kann. In so mancher Auffahrt komme ich versehentlich an die Bremse und das ist bergauf nicht gerade förderlich. Ein paar Neuteile müssen also her um weiter mit vollem Spaß unterwegs zu sein. Im Falle des Bremshebels habe ich schnell gehandelt und einen gefrästen von Apico gekauft. Ihr werdet in den nächten Ausgaben lesen ob dieser mir gefällt.

    Ein Experiemt was ich schon länger im Kopf hatte konnte ich jetzt endlich starten.

    Ihr kennt aus den Dauertests des Redaktionskollegen Stephan sicherlich die Beta Xtrainer.

    Um etwas mehr Leistung aus dem zahmen Motor des Zwitters zu bekommen hat Stephan sich bei www.hells.de eine komplette Fresco Auspuffanlge besorgt. Damit ist er so zufrieden, dass die originale Anlage seitdem nicht mehr gefahren wird.

    Nun kann ich mich bei der 300RR keinesfalls über zu wenig Leistung beklagen, will aber testen wie sich die Charakteristik ändert wenn man das kleine Leistungsteil der Xtrainer verbaut.

    Der Anbau ist problemlos möglich, die Aufnahmepunkte und der Durchmesser der Auspuffbirne sind identisch bei den beiden Bikes.

    Ins Auge fällt sofort um wie viel kleiner die Xtrainer Birne ist und wie anders diese geformt ist. Weit weniger breit baut die kleine Auspuffbirne und die Gefahr sich bei Fahrfehlern das Leistungsteil zu verbiegen ist viel geringer da die Überstände eben viel kleiner sind.

    Beim ersten Motorstart fällt nicht auf, dass etwas verändert wurde und das warmfahren mit wenig Gaseinsatz ist auch nicht anders als zuvor.

    Wir sind in einem Steinbruch unterwegs und die Auffahrten sind technisch anspruchsvoll, mit Boden der manchmal lose und meist ungleichmäßig, uneben und zerfahren ist. Ein Boden auf dem man nicht volle Leistung, sondern gute Traktion braucht. Zu wenig Leistung hat die 300RR nicht mit der Xtrainer Birne das kann ich sagen. Von der vollen Leistung ist sie aber weit entfernt, vielleicht 70% sind noch vorhanden. Im unteren Drehzahlbereich ist kaum ein Unterschied zu erkennen, aber der Durchzug ist reduziert, obenrum ist der Motor wie zugeschnürt. In diesem Gelände tut das dem Fahrspaß keinen Abbruch, auch die Auffahrten habe ich gut fahren können und keine Leistung vermisst. Durch den geringeren Wheelspin ist man etwas kontrollierter unterwegs und im nassen Geläuf wird es nochmal spannender werden wie sich die reduzierte Leistung dann bemerkbar macht. Für alle 300er Piloten die sich oft überfordert fühlen ist die Xtrainer Birne eine Empfehlung. Auch wer eher ruhig fährt kann damit noch entspannter unterwegs sein. Für Sand oder Ackerstrecken ist das Setup nicht zu empfehlen, da fehlt einfach der Schub. Umbedüst habe ich im übrigen nicht, der Motor läuft sauber vielleicht ein kleines bisschen zu fett.

    Auch den Endschalldämpfer habe ich getauscht was aber kaum einen Unterschied ausmacht. Mit der originalen Birne und dem Xtrainer Schalldämpfer habe ich auch eine Ausfahrt gemacht ohne nennenswertes berichten zu können.

    Für das Rennen in Lingen bin ich wieder mit originalem Setup angetreten. Der schön gesteckte Ackerkurs mit MX-Charakter im Emsland hat eine Menge Spaß bereitet, auch wenn nach zwei Stunden im Einzelrennen und noch einer Stunde im Teamlauf gemeinsam mit meinem Bruder die Luft raus war. Leider ging das meinem Hinterreifen nicht anders und ich fuhr die letzten 30 Minuten mit komplett plattem Hinterrad. Da mein Bruder schon umgezogen war konnte ich entweder Aufgeben oder eben durchziehen. Zum Glück hielt der Reifen auf der Felge den restliche Renndistanz. Das Tubliss System hat ihn im Felgenbett gehalten!

    Beta 300 RR Racing 2016
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    Dauertest Beta 300 RR Racing 2016 Teil 10

    Endlich ist die Rennsaison da!

    Auch wenn es mit noch mehr Aufwand verbunden ist, als das Endurofahren es ohnehin schon ist, mag ich den Herbst mit seinen Rennen am liebsten.

    In den letzten Jahren habe ich an vielen Veranstaltungen teilgenommen, aber mein persönliches Highlight findet in der Vulkaneifel statt.

    Seit sechs Jahren gibt es dieses Rennen, über das im letzten Jahr auch ein “let´s ride” Artikel bei uns im Magazin erschienen ist.

    Ich schätze mich zu den glücklichen die nicht eine Veranstaltung verpasst haben.

    Im ersten Jahr bin ich als blutiger Anfänger auf dem Waldkurs schier gestorben. Kaum eine Auffahrt konnte ich ohne Hilfe der Streckenposten alleine meistern, wenn es doch mal beim ersten Versuch blieb haben die Jungs sich mindestens genauso gefreut wie ich. Sechs Jahre später treffe ich die beiden Streckenposten die mir immer geholfen haben spätestens auf der Afterrace Party auf ein paar Bitburger.

     

    Für die sechste Ausgabe hatte ich mir ganz gegen meine sonstige Gewohnheit ein konkretes Ziel vorgenommen: Ich wollte gemeinsam mit meinem Bruder nach den fünf Stunden unter die Top Ten.

    Meine 300er Beta war top in Schuß und sollte nach dem turnusmäßigen Ölwechsel sauber laufen wie immer.

    Im Getriebe fahre ich seit langem nur ATF Öl welches man bei Ebay günstig in großen Gebinden von VW oder Mercedes bekommt. Der Luftfilter kam auch frisch in den Ansaugtrakt und kein Verschleissteil war an der Grenze.

    Vorne hatte ich einen neuen Mefo Reifen aufgezogen von dem ich seit den Romaniacs begeistert bin und das Mefo Mousse was ich auch schon in Rumänien gefahren war füllt das Gummi bestens aus und zeigt keinen Vergang.

    Auf meine zweite Hinterradfelge hatte ich einen weichen Mitas XT754 montiert. Dieser ist in Kombination mit dem Tubliss System sehr Plattfußanfällig und da ich kein Risiko eingehen wollte montierte ich das alte Mefo Mousse was ich noch liegen hatte.

    Grip war beim ohnehin trockenen Boden in Winkel definitiv kein Problem!

    Mein Fahrwerk stellte ich für Hartboden ein und war gut bedient mit dem Setting. Das tolle an dem Sölva Fahrwerk ist ein breiter Einstellbereich der in diesem Fall ein komfortables Fahren auf den zerfahrenen, harten Bereichen ermöglicht, aber noch immer eine Durchschlagresistenz bietet wie sie z.B. beim Sprung von der Rampe benötigt wird.

    Leider verabschiedete sich beim Fahren das Verbindungsgummi zwischen Schalldämpfer und Birne was sich akustisch unangenhem bemerkbar machte.

    Bis auf einen platten Hinterreifen bei meinem Bruder lief das Rennen für uns ohne Zwischenfälle und ich konnte bei Staub ein gutes Tempo gehen. Blöderweise war der Akku meiner Helmkamera defekt und ich konnte kein Video machen.

    Als nach fünf Stunden die Fahne kam hatte ich ein gutes Gefühl. Ich war elf Runden fast ohne Fehler gefahren und das absolut am Limit, Tobi hatte zehn absolviert und bis auf einen Fehlversuch in der berühmten Steinwand und den Platten auch sauber durchziehen können.

    So kam es, dass wir bei der sechsten Teilnahme den sechsten Platz von 110 Teams belegen konnten!

    An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die gesamte Vulkan-Crew für die schönste Veranstaltung des Endurojahres!

     

    An meiner Beta habe ich nun die gesamte Auspuffanlage getauscht.

    Die Originalteile sind ziemlich fertig und was die neue Fresco Anlage so kann lest ihr in einem Speedcheck in dieser Ausgabe auf Seite XY.

    Wie sich die Anlage auf Dauer bewährt erfahrt ihr natürlich in den nächsten Heften an dieser Stelle!

    Ein kurzer Ausblick in den Oktober verspricht wieder einige Stunden Rennbetrieb für meine treue Beta. Es steht das Rocketenduro in Grenderich und der Dreistunden Klassiker “Vor den Toren Hannovers” in Brelingen an.

    Beta 300 RR Racing 2016
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    auertest Beta 300 RR Racing 2016 Teil 11

     

    Kleider machen Mopeds...

     

    Zum ersten Mal in diesem Jahr gab es ein richtiges Schlammrennen beim Rocketenduro in Grenderich. So manch ein Aussenstehender denkt, ja genau das mache Enduro aus und die Piloten wären erst glücklich, wenn sie entsprechend dreckig sind. Aber weit gefehlt! Ich für meinen Teil fahre zwar nicht ungern im Nassen, aber hasse die anstehenden Putzorgien! Nach dem Rennen habe ich die Beta auseinander gebaut und grundgereinigt, Bremsbeläge und Luftfilter getauscht und den Verkleidungssatz demontiert.

    Nach nun 125 Stunden im harten Dauertesteinsatz sind Dekor und Verkleidung nicht mehr in taufrischem Zustand. Hier und da lösen sich Aufkleber und das Heck hat über dem Auspuff einen langen Riss. Kratzer an allen Stellen zeugen vom Enduroeinsatz.

     

    Ich wollte gern ein neues Dekor haben, was zu unseren anderen Bikes im Dauertesteinsatz passt. Also musste der Schriftzug des Magazins groß auf die Tankspoiler und ein paar Hersteller sowie unser Dortmunder Crone Enduro Team wollte ich auch verewigen.

    Blackbird hat das in ein sehr schönes Design umgesetzt und gleich noch einen passenden “pyramide” Sitzbankbezug dazu geliefert, der ultra viel Grip bietet.

    Bis vor kurzem gab es den Verkleidungssatz ausschließlich von Beta zu kaufen, nun hat Polisport ebenfalls die Teile im Programm aufgenommen. Ich habe die Verkleidung von parts europe bekommen und kann nur Gutes über Passform und Qualität berichten.

    Das Dekor von Blackbird ist super passend und lässt sich sehr gut aufkleben. Mit Fön und Geduld eine Arbeit von zwei Stunden. Um den Sitzbankbezug zu wechseln, braucht man definitiv einen guten Tacker, ebenfalls einen Fön und in meinem Fall noch etwas Kleber um den Schaum wieder auf der Trägerplatte zu fixieren.

    Pünktlich zum drei Stunden Enduro “vor den Toren Hannovers” in Brelingen stand die Beta im neuen Kleid da.

    Ich bin mit dem Ergebnis total zufrieden und war top motiviert das erste Mal mit passender Startnummer an die Startlinie zu rollen.

     

    In Brelingen war das Rennen bis auf Kleinigkeiten gut. Auch wenn die Runde für meinen Geschmack etwas hakelig war, war sie super lang mit etwa 10 Kilometern und liess definitiv keine Langeweile in den drei Stunden aufkommen! Meine Beta lief wie ein Uhrwerk und ausser einem kurzen Tankstop bei dem Kumpel Lutz die Boxencrew gab, musste ich nicht anhalten.

    Letztlich konnte ich in der Expert Klasse den dritten Platz belegen und mich über einen Pokal freuen.

     

    Auch wenn ich in Brelingen keine Kühlerschützer gebraucht habe, ist es ja immer gut zu wissen, dass im Falle eines Falles der Kühler heile bleibt, weil Protektoren verbaut sind. Nachdem ich die Schützer von Wilson25 und HRC getestet habe und meine Kühler auch bei heftigeren Abflügen immer dicht gebleiben sind, wollte ich gern nochmal andere testen.

    Von der Firma Dowatek gibt es einige interessante Teile für den harten Enduroeinsatz, unter anderem einen Kühlerprotektor, der den gesamten Kühler umschliesst.

    Es entfällt das Plastikgitter und so können auch keine Äste o.ä. dem Kühler mehr etwas anhaben. Ausserdem verspreche ich mir von der Konstruktion mehr Schutz gegen Verformung. Der Anbau ist jedenfalls recht einfach und die Teile machen eine hochwertigen und durchdachten Eindruck. Mal sehen, wie sich die Schützer auf Dauer schlagen!

    Beta 300 RR Racing 2016
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    Dauertest Beta 300 RR Racing 2016 Teil 12

     

    Nach nun 137 Betriebsstunden habe ich langsam ein schlechtes Gewissen noch den ersten Kolben zu fahren. Klar bin ich selten im Volllastbereich unterwegs und auch nicht viel im tiefen Sand, aber ein Kolbenleben ist begrenzt beim Zweitakter. Ich hatte schon ein paar Mal durch den Auslass in den Zylinder gesehen und war mit dem was ich sah ganz zufrieden: Der Kreuzschliff an der Rückseite des Zylinders sah gut aus, der Kolben hatte nur ein wenig Spuren am Hemd und etwas schwarzen “blowby”. Es ginge also schlechter.

    Nach dem Training mit Manuel Lettenbichler war meine Beta allerdings sowas von sau dreckig durch die nasse Pampe aus Voßwinkel, dass ich richtig intensiv putzen musste. Und als ich dann alles runter gebaut hatte und die Beta auf der Bühne in der warmen Garage stand, dachte ich mir dann könne ich auch noch den Zylinder ziehen!

    Die Verschleisspuren sind absolut im Rahmen, wahrscheinlich würde der Kolben nochmal 100 Stunden im Hobbybetrieb laufen.

    Ich will aber kein schlechtes Gefühl beim Fahren in der Pampa haben und auch keinen größeren Schaden riskieren. Der Kolben kam also samt Lager neu und den Zylinder hat Andreas Herresthal von ZAH Racing vermessen und gehont. Danach setzte ich alles wieder zusammen und tauschte bei der Gelegenheit noch das obere Lager im Sölva Dämpfer in dem ein wenig Spiel zu spüren war.

     

    Auf dem Kupplungsdeckel habe ich den Carbon Schutz von Hells.de vor den Romaniacs geklebt. Dieser hatte mir am letzten Tag in den rumänischen Wäldern auch gut den Deckel gerettet. Ein wenig schwitzte aber Öl durch die Kohlefasermatten. Bei der Demontage zeigen sich zwei kleine Risse im Inneren. Ohne den Schutz hätte sich der Deckel zu 100% in tausend Teile zerlegt! Ich versuche mal das mit Knetmetall abzudichten, sonst muss ich wieder einen neuen Deckel kaufen.

    Ansonsten ist recht wenig Vergang an der 300er. Wie üblich ist die Lackierung des Rahmens bei Beta qualitativ sagen wir mal “italienisch” und die Farbe platz gern ab. Betrachtet man das Gesamtbild der Beta kann man sicher von einem guten Zustand sprechen, auch noch nach der Betriebsstundenzahl.

    Frischer Luftfilter, neues Getriebeöl, eine neu geschmierte Umlenkung und ne gute Portion WD40 machen die Beta wieder taufrisch!

     

    In Sachen Motorschutz schwöre ich ja auf das kleine Skidplate von Hyde in Verbindung mit dem Umlenkungsschutz von Thomas Klein. Nun habe ich aber doch eine andere Kombination gefunden die ich richtig spannend finde.

    Von Dowatek habe ich zur letzten Ausgabe die Kühlerschützer verbaut und die sind überzeugend. Die Entwicklungstechniker aus Oberbayern haben auch einen großen Alumotorschutz im Programm der in Kombination mit einer Kunststoffplatte für die Umlenkung so ziemlich alles schützt was gut und teuer ist.

    Gerade in steinigem Gelände hält das Aluminium alle Einschläge von der Birne ab. Beim Sea to Sky habe ich im letzten jahr mit der Leihmaschine einen solchen Typ Motorschutz gehabt und weiß um die Vorteile davon.

    Mal sehen wie ich nach einigen Schlammeinsätzen über das Teil denke, aber die Öffnungen sind groß angelegt das viel des eigesammelten Schutztes wieder rausfallen sollte. Ich werd dazu nochmal was schreiben wenn ich mehr Erfahrungen gesammelt habe. Zum anstehenden 4h Enduro in Grevenbroich habe ich nun doch wieder den kleinen Schutz montiert. Ein frischer Mitas C12 auf dem Hinterrad bringt mich dort hoffentlich gut durch den tiefen Sand!

    Beta 300 RR Racing 2016
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    Dauertest Beta 300 RR Racing 2016 Teil 13

     

    Im letzten Heft hatte ich von einem neuen Hinterreifen geschrieben, der mich hoffentlich gut durch das vier Stunden Enduro in Grevenbroich bringen würde.

    Es hat sicherlich andere Gründe als den Reifen gegeben, warum ich erst gegen Ende des Rennens ansatzweise vernünftig gefahren bin...

    Eigentlich waren die Bedingungen besser als man sie sich für ein Winterrennen wünschen würde : Die Sonne schien schon morgens, der Boden war nicht gefroren und die für das Rennen präparierte Runde war dieses Jahr gut gesteckt.

    Bei der technischen Abnahme wurde mein fehlender Ritzelschutz bemängelt und ich durfte noch ein Provisorium basteln bevor ich den Sticker aufs Moped bekam.

    Leider hatten mein Teampartner und ich uns nur die Startzeit vom Flyer der Veranstaltung angesehen und waren so ziemlich überrascht, als die Motoren starteten und alle in die Einführungsrunde rollten. Wir hatten uns zu dem Zeitpunkt noch nicht mal umgezogen! Man hatte den Zeitplan eine Stunde nach vorne verschoben, ohne das wir das mitbekommen hatten.

    Es hieß für uns also ins Rennen zu gehen ohne die Strecke zu kennen, nicht gerade optimal.

    Meinen Teampartner, Mike Uhe, hielt das allerdings nicht davon ab, den Crossern so richtig zu zeigen, wie man auf einer Enduro startet und er legte den Holeshot hin!

    Dass er nichtmal wusste, ob es nach der ersten Kurve nach links oder nach rechts ging, hat ihn scheinbar nicht gestört!

    Wir wechselten immer nach etwa 30Minuten und mein erster Turn war richtig lästig...es ist einfach ein spezielles Terrain in Grevenbroich.

    Ich war das letzte Mal ein Jahr zuvor dort , eben auch beim vier Stunden Enduro gefahren und musste mich erstmal richtig daran gewöhnen.

    An meiner Beta lag das nicht, im Gegenteil! War ich die beiden Vorjahre immer mit einem Crosser gefahren, entschied ich mich dieses Jahr für die Enduro, weil der Motor entspannter zu fahren ist. Und das war der Hauptgrund: Ich hatte die Hoffnung , das Fahrwerk würde mir einen guten Dienst auch im Tiefsand erweisen.

    Ganz klar wurden meine Hoffnungen nicht enttäuscht!

    Ich hatte das für mich das beste Motorrad dabei, das Problem saß, wie so oft , obendrauf.

    Gegen Ende des Rennens wurde die Kondition zwar weniger, aber der Fahrspaß wurde bei mir größer und die ein oder andere Kurve hat dann auch mal gepasst.

    Übrigens hatte ich für das sandige Rennen auch bei den niedrigen Temperaturen nichts am Vergasersetup verändert und der Motor lief sauber ohne abzumagern.

     

    Ansonsten bot der Dezember ein paar schöne Runden mit Freunden aus Nah und Fern.

    Viel in der Garage musste ich nicht erledigen, beim Kolbentausch hatte ich ja recht viel gemacht am Motorrad und so konnte ich diesen Monat fast nur fahren und waschen.

    Allerdings nur fast: Nach weit über 100 Stunden liefen die Radlager im SM Pro Rad vorne sehr rau und machten Geräusche. Dafür, dass ich diese in dieser Zeit nie nachgefettet oder gesäubert habe, ist das in meinen Augen eine absolut gute Haltbarkeit .

    Erstaunlicherweise sind die hinteren Lager noch spielfrei und drehen sauber. Ich bin gespannt, wie lange das noch so bleibt.

    Nun hoffe ich auf ein gutes und spannendes Jahr 2017 mit weniger Hardenduro und wünsche mir statt dessen dafür vielen andere Enduroziele!

    Beta 300 RR Racing 2016
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    Dauertest Beta 300 RR Racing 2016 Teil 14

     

    An der falschen Stelle gespart!

     

    Was gibt es Schlechteres, als wenn man sich eine Woche auf's Fahren freut und dann macht das Moped schlapp? Leider ist es mir jetzt zum ersten Mal so mit meiner sonst so zuverlässigen Beta ergangen.

    An einem technisch nicht ganz einfachen Uphill qualmte mein Bike plötzlich, als ob der Kühler überlaufen würde. Und ich war sofort verwundert, denn ich weiß ja, wie lange man den Motor quälen muss, bis er dann irgendwann wirklich zu heiß wird. Und an diesem Hang ging mir das gefühlt deutlich zu schnell. Es waren dazu auch ein paar Grad unter Null und ich ahnte sofort, dass irgendwo etwas nicht stimmte.

    Nachdem ich die Verbindungen der Kühlerschläuche gecheckt und kein Leck gefunden hatte, bin ich noch etwas weiter gefahren. Nach einer weiteren drehzahlintensiven Auffahrt qualmte es wieder stark und mein Kumpel Mirko bemerkte, dass zwischen Motorrumpf und Zylinder ein dünner Strahl Kühlwasser auf den Krümmer spritzte. Die Fußdichtung war also undicht und mein Endurotag damit beendet. Dummerweise war es auch noch mein eigener Fehler! Ich hatte vor 15 Stunden den Kolben gewechselt und die alte Kopfdichtung wieder verwendet. Mit einer neuen wäre das Problem wahrscheinlich nicht aufgetreten, da habe ich wohl an der falschen Stelle gespart!

    Nach Auffüllen des Kühlers ging es immerhin langsam auf eigener Achse wieder aus dem Gelände und leicht gefrustet auf den Weg nach Hause.

    Bei den momentanen Temperaturen war die Reparatur in der Garage auch nur mit Stromeinsatz bei Heizstrahler und Heizlüfter zu machen. Aber egal, wie wenig Zeit ich momentan zur Verfügung habe: Das Moped muss zum Wochenende wieder fit sein!

    Folgende Kleinigkeit stört mich schon länger, ohne dass ich es bisher behoben habe: Der Fußbremshebel hat immer viel Spiel, bis er tatsächlich Bremswirkung hat. Es war schon mit dem originalen Hebel auffällig und mit dem Apico Hebel aus dem Zubehör, welches ich als Ersatz nach den Romaniacs verbaut hatte, verbesserte sich das Spiel nicht. Ein Freund von mir hat mir einen Hülse aus Stahl gedreht, die im Hebel sitzt und passend zum originalen Führungsbolzen ist. Jetzt ist dem Wackeln ein Ende gesetzt!

    Anfang Dezember hatte ich einen frischen Mitas C-12 aufgezogen und den habe ich nun einmal runtergenommen und gedreht, damit ich wieder etwas mehr Grip durch die frische Stollenkante habe. Was an dem Reifen nervt, ist der Druckverlust in Kombination mit dem Tubliss System. Obwohl ich den Reifen mit “Slime”, also Reifendichtmittel, montiert hatte, ist die Luft nach ein paar Tagen komplett entwichen und vor dem Fahren muss ich immer nachfüllen. Es ist wirklich kurios, welche Reifen mit Tubliss funktionieren und welche nicht, man kann das auch nicht am Hersteller festmachen! Bisher einer der besten in der Kombination ist der Mitas XT754, den sowieso jeder mal testen sollte, der viel auf weichen Böden unterwegs ist, denn das Teil bietet Vortrieb wie verrückt!

    Beta 300 RR Racing 2016
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    Dauertest Beta 300 RR Racing 2016 Teil 15

     

    Meine Beta muss ich für den Einsatz beim klassischem Enduro umbauen.

    Normalerweise ist meine Herangehensweise die genau entgegengesetzte. Ich baue nämlich alles ab was nicht zwingend zum Fahren benötigt wird.

    Für den Start beim deutschen Enduro Pokal müssen nun all diese Dinge wieder verbaut werden. Also heißt es in den Kisten wühlen und alles wieder ans Tageslicht befördern was nach dem Kauf so demontiert Blinker und Notaus kommt wieder an seine angestammte Position, der Scheinwerfer erhält wieder eine Birne, der Ritzelschutz gehört montiert, ebenso der Tacho und zumindest die vorderen Blinker. Auch der Kennzeichenträger mitsamt Rücklicht kommt wieder unter den hinteren Fender. Ein kleines Mofakennzeichen ist schon gedruckt und somit sollten alle Auflagen erfüllt sein um beim Serienstart in Uelsen an der “Geländefahrt” teilnehmen zu dürfen. Ich bin jedenfalls mehr als gespannt wie das gesamte Paket Enduro DM ist und ob diese Art von Rennen mir gefallen.

     

    Mitte Februar hatte ich mal wieder einen super Endurotag in Bilstain. Es ist einfach immer wieder schön dort und ich habe, neben einer dicken Beule in der eigentllich super robusten Birne von Fresco, ein fettes Grinsen mitgebracht.

    Auch das neue Mousse von Gibson hat schon beim ersten Einsatz gut funktioniert und war vom Grip passend. Aber dazu mehr in einer der kommenden Ausgaben beim Speedcheck!

    Wo ich schon beim Thema Grip bin: Auf neue Reifen musste ich die Beta für den Pokal natürlich auch stellen da ja FIM Reifen gefordert sind.

    Den sehr langlebigen und vielseitigen vorderen Mefo Enduro Master habe ich demontiert. Ein paar seitliche Stollen waren angerissen, aber generell hat der Reifen toll funktioniert und gehalten. Noch besser ist das Mousse von Mefo was ich nun auch wieder montiere und somit in den bereits dritten Vorderreifen einsetze. Es ist noch fest genug und auch nicht spöde oder eckig gefahren. Hinten vertraue ich auf das Tubliss System mit dem Maxxis Reifen. Ich denke das hält gut, da der Reifen ja eine recht feste Karkasse hat und wenn ich den mit 0,8 Bar fahre sollte das funktionieren.

    Zu den neu entwickelten Reifen schreibe ich im Speedcheck in Zukunft noch mehr, aber erstmal muss ich damit Erfahrungen sammeln und Kilometer abspulen!

     

    Mein Fahrwerk hatte ich nach einem knappen Jahr nun zum Service bei ZAH Racing gegeben. Es war zwar nicht undicht, obwohl es viele Stunden in Betrieb war und das auch durchaus bei schlechten, schlammigen Bedingungen, aber ich empfand es als nötig.

    Andreas hat ein super Job gemacht und ich konnte das Fahrwerk nach drei Tagen wieder abholen und musste so kein Wochenende aussetzten.

    Mit frischen Kayaba Gabelöl und den grünen SKF Simmeringen läuft es super feinfühlig und reagiert wieder sauber auf Veränderungen an den Einstellern.

     

    Bei einem anderen engagierten Beta Händler bin ich auf eine interessante Modifikation gestoßen. Choice Weber von Mainjet.de aus Mannheim veröffentlicht immer wieder sogenannte TechTipps zu den Beta Enduros. Einer dieser Tipps befasst sich mit der nicht immer sauber trennenden Kupplung. Es gibt die Möglichkeit die letzte Lamelle mitsamt zweier Beilagscheiben und Tellerfeder durch eine normale Lamelle zu ersetzen was das Kupplungsverhalten verbessert. Das habe ich nun so verbaut und kann es so empfehlen, endlich lässt sich z.B. der Leerlauf auch bei laufendem Motor einlegen!

    Für mich immer interessant ist wie man die Bedienkraft am Kupplungshebel verbessern kann. Hierzu hatte ich von Mainjet einen anderen Kupplungsnehmer bekommen der einen größeren Innendurchmesser von 28,3mm anstatt 27mm hat. Die Kupplung lässt sich mit dem großen Nehmer etwas leichter ziehen und sei jedem empfohlen dem sein Kupplungsfinger lieb ist!

    Man kann zusätzlich noch ca. 3mm dicke Beilagscheiben unter die Schrauben der Kupplung legen um diese etwas vorzuspannen und die Hebelkraft nochmal zusätzlich verringern.

    Allerdings darf man es nicht übertreiben da sonst die Kupplung anfängt zu rutschen!

    Generell bin ich mit dem Zustand der ersten Kupplung zufrieden. Im Kupplungskorb sind leichte Rattermarken zu erkennen, aber alle Scheiben sehen ganz gut aus und können noch ein wenig ihren Dienst verrichten hoffe ich.

    Beta 300 RR Racing 2016
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    Dauertest Beta 300 RR Racing 2016 Teil 16

     

    Erste Erfahrungen beim klassischen Enduro

     

    Im März begann für meine Beta und mich ein neues Kapitel im Endurosport.

    Ich war eigentlich ganz zuversichtlich, was den Start in Uelsen bei der Enduro DM im B-Championat anging. Schliesslich hatte ich das Bike in der Vorwoche des Rennens gründlich durchgesehen und einige Verschleissteile erneuert.

    Und, ganz wichtig, die gesamte Elektrik wieder in Gang gesetzt.

    Zur technischen Abnahme ging es also mit neuen FIM Reifen von Maxxis, einem neuen Kettensatz, frischen Radlagern hinten, neuen Griffgummis von ProTaper, einer Uhr am Lenker und für das Geländfahren so essentiellen Dingen wie einem Klappspiegel und einer Hupe. Von Moose Racing habe ich einen geschmiedeten Schalthebel verbaut , der den originalen und mittlerweile ausgeschlagenen Hebel ersetzt. Passform und Qualität gefallen mir und die Optik mit schwarzer Oberfläche und rotem Auftritt ist topp.

    Sowohl die technische, als auch die Papierabnahme war kein Problem und ich war schon fast ein Freund des Reglements und der Herren Sportkommisare, aber das sollte sich im Verlauf des Wochenendes noch ändern!

     

    Nachdem Lippe, Tobi und ich die Sonderprüfungen abgelaufen waren und keine schrecklichen Gemeinheiten auf den MX artigen Abschnitten gesehen hatten, galt es nur noch ein Problem zu lösen.

    Laut Infoschreiben war die gesteckte Runde in Uelsen 68 Kilometer lang. In etwa ist das die Distanz die ich ohne Spritprobleme mit der Beta zurücklegen kann. Eigentlich sollte das passen, aber das Risiko war mir zu groß wegen einer solchen Kalkulationen nicht um die Runde zu kommen. Zum Glück konnte Lippe helfen und ich konnte einen Kanister beim Team von Bert von Zitzewitz mitgeben. Und noch nicht genug der Hilfe, die Jungs druckten und laminierten mir sogar noch die Zeitkarten für die beiden Tage! Herzlichen Dank für die Hilfe an dieser Stelle.

     

    Am Samstag morgen ging es also los und nach drei Minuten Acker fahren stand auch schon die erste Sonderprüfung an. Der Modus, auf Kommando eine gute Zeit in den verspurten Sand zu brennen, ist mir mäßig gut bekommen. Meine beste Zeit konnte ich am Sonntag mit etwas über neun Minuten erreichen. Nicht berühmt, aber das relativ konstant!

    Die zweite Prüfung mit Mix aus Wald und Acker lief gefühlt besser, aber die Zeiten bestätigen das nicht.

    Für jemanden wie mich, der im Sand immer mit MX Reifen unterwegs ist, ist es mit den FIM Reifen sehr ernüchternd. Gefühlt erhöht sich nur die Drehzahl, ohne dass adäquat der Vortrieb ansteigt.

    Auch hätte ich die Bedüsung für diese Art des Rennens fetter wählen sollen. Bei den langen Ackerpassagen und den Sonderprüfungen magert der Motor ab und hätte eine größere Hauptdüse gut vertragen.

    Ansonsten aber lief meine italienische Begleitung bestens. Nur ein Punkt sei noch genannt. Durch den Kennzeichenträger ist das Heck deutlich mehr belastet und beginnt mit etwas Schlamm darunter fürchterlich zu wackeln. An Tag zwei fehlten mir durch die ständige Vibration zwei Schrauben, was das Ganze natürlich nicht besser machte. Ich habe jetzt alle Schrauben eingeklebt und hoffe so auf mehr Stabilität.

    Ich hatte mich entschieden, ohne die sogenannten “palm savers” also diese dünnen Unterzieher zu fahren, welche vor Blasen an der Handfläche schützen. Etwas riskant bei derart langen Endurotagen, aber die Entscheidung war gut. Mit den neuen ProTaper Griffen kam ich gut zurecht, denn diese sind sehr weich und bieten einen super Grip. Ebenfalls absolut positiv hat sich mein Kupplungsumbau mit den Teilen von Mainjet bewährt. Mit der Bedienkraft komme ich gut zurecht und konnte auch an Tag zwei stets kontrolliert kuppeln, selbst wenn im Sand die Kraft schon schwand.

     

    Komme ich also noch zu einer meiner persönlichen Sternstunden.

    Fünf Minuten vor dem Start darf man sein Bike aus dem Parc fermé holen und zur Startrampe schieben. Ein Neuling, was Rennen angeht, bin ich nicht und als Gewohnheitstier bin ich direkt auf meine Beta geklettert, hab den Choke gezogen und den Kicker getreten. Meine Laune konnte nicht besser sein, ein halbherziger Kick und der Motor lief. Dumm nur, dass auf einen Motorstart in dem Bereich die DMSB Höchststrafe vorgesehen ist – sofortige Disqualifikation!

    Immerhin wusste ich davon nichts und hab mir den Tag nicht im Vorfeld versaut, sondern konnte mich mit voller Motovation auf Platz 19. steigern. Aber nur theoretisch, wie ich nach dem Rennen den wenig charmanten Worten des Fahrleiters entnehmen durfte.

     

    War der Plan, eigentlich über die gesamte Saison mit konstanten Ergebnissen in annehmbare Platzierungsbereiche zu fahren, ist dieser schon nach Veranstaltung für die Mülltonne. Aber der andere Plan bleibt mir ja noch und der lautet: Erfahrungen sammeln und Spaß haben!

    Beta 300 RR Racing 2016
    Beta 300 RR Racing 2016
    Beta 300 RR Racing 2016
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    Dauertest Beta 300 RR Racing 2016 Teil 17

     

    Zuletzt hatte ich über den Einsatz der Beta bei meinem ersten Pokallauf in Uelsen geschrieben. Es ging zwei Wochen später weiter mit dem Lauf in Dahlen.

    Diesmal hatte ich deutlich weniger Aufwand meine Beta in abnahmekonformen Zustand zu bringen.

    Lediglich ein Blinkerbirnchen war durchgebrannt und die Kette konnte etwas mehr Spannung vertragen. Nicht einmal den Hinterreifen habe ich gedreht, geschweige denn getauscht, und vorne sah ich beim Gummi noch weniger Handlungsbedarf.

    Eine ausgiebige Wäsche samt Abschmieren und Kontrollieren aller Teile und ich war fertig mit der Vorbereitung. Passender Weise knockte mich eine Erkältung über das Wochenende zwischen den Rennen aus ,und ich kam nicht einmal in Versuchung die Beta wieder dreckig zu machen.

     

    Samstag ging es früh morgens auf die knapp 500Km Anreise mit Ziel Marktplatz Dahlen.

    Dort fand bei bestem Wetter die Abnahme statt, und meine Beta kam problemlos durch und durfte im Parc ferme auf den Einsatz am Sonntag warten.

    Die Strecke hatte insgesamt deutlich mehr Endurocharakter, und am Burgberg und um den bekannten Steinbruch bei Meltewitz waren schöne Sonderprüfungen abgesteckt.

    Auf der Etappe bildeten diverse Schlammlöcher das Highlight, wohlbemerkt für die Zuschauer und keineswegs für die Fahrer. Ansonsten ging es über ausgefahrenen Singletrails und ein wenig über Straßen und Felder durch die Dahlener Heide.

    Bevor es zum ersten Mal in die Prüfung im Steinbruch ging, stand ich knapp zehn Minuten im Stau. Das ist zwar für den Dauertest an dieser Stelle nicht von Bedeutung, sollte aber für mein persönliches Erleben der DEM und den erneuten Konflikt mit dem Reglement von Wichtigkeit sein. Im Rennverlauf wurde den Fahrern zehn Minuten extra gegeben, um diesen Stau der einer Verletzungsunterbrechung geschuldet war, zu kompensieren. Nur leider hatte mir das niemand gesagt, und ich hetzte verspätet durch die Zeitnahme und kassierte somit die Strafminuten. Am Ende des Tages standen bei mir sechs Strafminuten im Ergebnis, und in der Wertung konnte ich mich somit nicht verbessern. Auch eine offizielle Beschwerde hat bisher keine Korrektur gebracht...

     

    Kommen wir aber zurück zum Motorraddauertest und ein paar Dingen, die sich mit der Höhe der Betriebsstundenzahl langsam zeigen.

    Die leichte und günstige Lithium-Ionen Batterie hat schleichend den Dienst quittiert. Auf der letzen Tour hieß es also stets kicken wie in früheren Tagen. Kein Zustand den ich beibehalten wollte, also habe ich für 37€ eine neue Batterie Typ HJTX5L-FP-SI

    geordert.

    Ebenfalls hat mich meine schöne Fresco Auspuffanlage verlassen.

    Beim Pokallauf wackelte der Endschalldämpfer plötzlich und ich sah, dass eine der beiden Halterungen des Aluminiumgehäuses gebrochen war. Da ich keinen Ersatz im Auto hatte, fuhr ich den Dämpfer noch weiter und tauschte ihn zuhause gegen den originalen von FMF aus. Allerdings müssen die Vibrationen auch der Halterung der Birne zugesetzt haben, und diese ist im Anschluss gebrochen. Ärgerlich und ziemlich unerwartet kam das, aber ein Bekannter hat es geschweisst, und somit ist alles okay.

    Zuletzt war ich mit meiner Beta dann zweimal Mx fahren in Werl und Vosswinkel, um einfach etwas Tempo für die Sonderprüfungen zu bekommen und endlich mal ein wenig Springen zu üben. Es ist einfach krass ,wie gut sich die Beta beim MX fahren lässt. Ich finde den Motor dort total angenehm, und das Sölva Fahrwerk steckt so ziemlich alles weg, was ich falsch mache. Für mich ist es tol,l ein Motorrad zu haben mit dem ich vom Extrem Enduro, über klassisches Enduro bis hin zum Motocross alles fahren kann ohne großartig etwas umzubauen.

    Zuletzt war ich noch mit Freunden und Familie im schönen Hoopepark, und dort hat sich dann ein undichter Simmering am Schalthebel gezeigt. Hier läuft minimal Öl aus, und ich habe schon Ersatz bei Zah-Racing bestellt:wWie gewohnt, sollte Ersatz morgen da sein.

    Beta 300 RR Racing 2016
    Beta 300 RR Racing 2016
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    Dauertest Beta 300 RR Racing 2016 Teil 18

     

    Resümee nach über 200 Stunden Enduroeinsatz

     

    Nach nun ein einhalb Jahren und 18 Ausgaben im Dauertesteinsatz geht die gemeinsame Zeit meiner Beta 300RR Racing und mir dem Ende entgegen.

    Die Trennung wird mir sicher in einigen Bereichen schwer fallen, denn ich halte die rote Italienerin noch immer für eine der besten Enduros für mich persönlich, gerade nach den Umbauten, mit der ich sie noch optimiert habe. Aber nach vielen Betriebsstunden und der vierten Zweitaktbeta am Stück möchte ich gerne etwas Neues probieren. Besonders mit Hinblick auf die Sixdays freue ich mich über ein neues Motorrad, was natürlich auch einen zusätzlichen Motivationsschub bedeutet.

     

    Was ich nun konstatieren kann ist, dass die Beta außerordentlich stabil und solide gebaut ist, sowohl der Motor als auch das Chassis sind in gutem Zustand und mit Sicherheit noch für viele Einsätze gut. Abgesehen von den unschönen Spaltmaßen und einiger kleiner Wehwehchen wie schlecht sitzendem Luftfilterkastendeckel oder wackliger Sitzbankverriegelung steht die Rote gut da. Bei allen Betas mit zwei Takten ist das Getriebe kein Muster an Präzision, und so manches Mal habe ich fast einen Abflug gemacht, wenn ich „zwischen die Gänge“ geschaltet hatte.

    In den letzen Tagen habe ich beim Zurückbauen auf die Originalteile viel Zeit in der Garage verbracht. Es war, wenn man das alles betrachtet, doch viel an tollem Zubehör verbaut. Entsprechend hoch war der Aufwand bei der Demontage. Bei dieser Gelegenheit habe ich etliche Teile kontrolliert, gereinigt, neu gefettet und wieder eingesetzt. Der neue Besitzer kann sich auf fast neuwertige Felgen, ein frisches Fahrwerk, gute Verschleissteile samt neuem Getriebeöl und Luftfilter und ein gut gepflegtes Bike freuen. Nun genug der Werbung in eigener Sache und auch genug des Lobes für die Beta 300 RR. Wer Interesse am Kauf hat, kann sich gern via Email melden jonas.schwarzenhoelzer@dirtbikermag.de.

     

    Abschließend möchte ich noch einen Überblick geben, welche Teile aus dem Zubehör mir besonders gut gefallen haben und welche ich sofort wieder verbauen würde.

     

    Zu aller erst nenne ich die Fußrasten von Wilson25, welche auch nach so vielen Einsätzen den Grip wie am ersten Tag bieten. Auch wackeln die Rasten nicht in den Aufnahmen, und die Edelstahlpinne sind noch nicht abgeschliffen. Auch die anderen Teile aus dem Hause Willmann sind durchdacht, langlebig und präzise gefertigt!

    Auf ähnlich hohem Niveau befinden sich die Teile, die von Dowatek produziert werden.

    Hier habe ich meinen all time favorite für den Schutz der Kühler gefunden.

    Die Schützer umschliessen den gesamten Kühler und sind somit ultrastabil. Noch zusätzlich halten sie auch Äste und Co. fern, welche den empfindlichen Alulamellen Schaden zufügen könnten.

    Ein weiterer Schutz, auf den ich nicht Verzicht,en wollte, ist der MooseRacing Bremsscheibenschutz für hinten. Über PartsEurope kann man diesen durchdachten und schön gefertigten Protektor bekommen. Betrachtet man die Einschläge im Aluminium, sieht man wie sinnvoll dieses Teil beim Hardenduro ist.

    Wennn man nach eineinhalb Jahren und vielen Einsätzen keine Umlenkung zerstört hat, ist man entweder nur Feldweg gefahren, oder hat, so wie in meinem Fall, einen guten Schutz montiert. Thomas Klein fertigt den Kuststoffschutz in Kleinserie und für einen sehr erschwinglichen Preis. Zu bekommen sind die Teile bei ZAH Racing oder online bei Ebay.

    Und weil Protektoren nun mal das wichtigste Zubehör an einem Dirtbike sind, empfehle ich noch den Carbonschutz für den Kupplungsdecke,l der bei www.hells.de zu kaufen ist. Aus Südafrika kommt der beste Motorschutz, den man für Beta bekommen kann von Hyde, wohlgemerkt,t die kleine Variante ohne Krümmerschutz.

    Zu guter letzt nenne ich noch das Fahrwerk. Auch wenn jedes Jahr aufs Neue vom Hersteller eine Verbesserung angepriesen wird, was die Sachs Komponenten angeht, sehe ich dort keinen Fortschritt. Mir passte das Fahrwerk erst nach umfangreicher Überarbeitung, und auch dann war ich nicht völlig überzeugt. Daher wagte ich die Investition in ein Sölva Fahrwerk samt Anpassung auf meine Bedürfnisse und Gewicht. Es hat sich sehr gelohnt und meine Beta zur Allzweckwaffe für mich gemacht.

     

    Mit Spannung werde ich als zufriedener, nun ehemaliger Betafahrer beobachten, was die Italiener als 2018er Modell auf den Markt bringen. Wenn es ein weiteres Jahr keine Neuerungen gibt, fände ich das schade. Gefühlt verliert Beta derzeit wieder Marktanteile, die sie durch den formidablen Zweitakter (und sehr ausgewogene und fahrbare Viertakter) seit 2013 errungen hatten. Aber man sieht mit der superleichten aktuellen KTM, oder den spannenden neuen Gasgas, wie gut andere Hersteller ihre Zweitaktenduros gemacht haben. Und hier droht Beta mit fünf Jahren ohne wirkliches Update meiner Meinung nach etwas den Anschluss zu verpassen.

     

    Beta 300 RR Racing 2016
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