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Fortbewegungsfreunde Vier Dortmunder auf Touren

Schären 2010 in Schweden

tobi

Paddeln im östlichen Schärengarten bei St.Anna in Schweden

 

 

2. Juli - Anreisetag

 

Noch während des WM Spiels zwischen Ghana und Uruguay brachen wir auf. Nach unseren meist beengten Reisemobilen hatten wir diesmal das große Los gezogen. Benschs Schwester hat uns ihren wenige Monate alten Skoda Superb Kombi geliehen.

 

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Alles was wir hatten passte in den Kofferraum. Sogar als die Fuhre voll zu sein schien schafften wir es noch Dreas (gefühlte) sieben Säcke zu verstauen.

 

Abfahrt bei Dre:

 

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Der Routenplaner prophezeite uns satte 12 Stunden Fahrt bis St. Anna! Er sollte auf die Minute genau recht behalten.

 

Wie inzwischen schon gewohnt ging es zunächst bis Fehmarn und dort auf die Fähre rüber in unser liebstes Transitland - Dänemark.

 

Nach gut viereinhalb Stunden konnten wir uns bei warmen Temperaturen beim Warten auf die Fähre die Beine vertreten.

 

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Auf der Fähre sorgte dann die

zielgruppenorientierten Automatenbestückung für spätpubertäre Erheiterung!

 

 

Zum Glück fehlte uns das nötige Kleingeld für die Travel-Pussy ;-)

 

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Wie üblich gab es auf dem Rest der Strecke keine Highlights. Ab ca. 4 Uhr morgens werden langsam die Augen schwer, die Landschaft bietet nicht viel aufregendes und wer nicht grad am Steuer sitzt versucht ein, zwei Stunden zu schlafen.

 

Irgendwann geht dann auch die Sonne auf und die Spannung steigt! Wie schon am Sommen waren die letzten Kilometer kurvenreich und trieben uns den Schlaf aus den Gliedern. Um 9:20 waren wir da!

 

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Wir haben bei der sehr freundlichen Dame im Laden unser Anliegen vorgetragen und bekamen von Ihr einen Zettel auf dem die Bootstypen standen die wir dann mit einem anderen Mitarbeiter aus dem Lager holten und beluden.

 

Dann ging es ans einladen! Nie hatten wir uns ein Wanderkajak näher angesehen und so galt es erstmal auszuprobieren was man wo unterbringen kann. Es passt allerdings bei guter Ordnung erstaunlich viel in die Dinger.

 

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Schon im Voraus hatten wir angedacht einen zweiten Stopp am Campingplatz einzulegen um den restlichen Proviant zu bunkern. Hätten wir das nicht gemacht, so hätten wir extrem stopfen müssen - gepasst hätte das aber wohl auch.

 

Nach dem Beladen und ungewohnt kippeligem Einstieg in die Boote ging es endlich aufs Wasser!

 

Ohne festes Ziel und noch dabei sich mit den ungewohnten Fortbewegungsmitteln vertraut zu machen paddelten wir zunächst einfach gen Nordwest. Unterwegs boten uns einige größere Steine die Gelegenheit sich einzucremen und das erste Mal die Angel ins Wasser zu hängen.

 

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Stilecht in Unterhosen!

 

Nach kurzer Pause ging es weiter.

 

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Tobi

 

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Bensch

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Jonas

 

Dann war auch schon bald eine scheinbar(!) geeignete Stelle zum Übernachten gefunden. Kleine Insel, schöne Bucht, flache Felsen und ein Platz für unser Zelt - das versprach gut zu werden.

 

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Bei einem Rundgang bestätigte sich, was ich bereits vermutet hatte. An einer einzigen und noch dazu mies einsehbaren Stelle stand ein Schild mit den von früheren Urlauben bereits bekannten und oft verfluchten Hinweisen auf ein Vogelschutzgebiet. Das Zelt stand jedoch bereits und wir hatten nach durchwachter Nacht keine Lust mehr noch umzuziehen.

 

Besonders auffällig stand das Zelt nicht.

 

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So genossen wir den ersten schönen und warmen Sommerabend auf den wir fast ein Jahr gewartet hatten!

 

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Dem schönen Abend folgte eine ruhige Nacht und dann eine jähe und überhastete Abfahrt am nächsten Morgen.

 

3. Juli

 

Ein einheimischer Fischer tuckerte auf uns zu nachdem er gerade seine Reuse in der Bucht, ohne Fisch gefangen zu haben, überprüft hatte und fing auf freundlichen Gruß unsererseits fürchterlich an zu schimpfen und zu fluchen!

 

"Fagelskydd" blablablabla.... Sonst verstanden wir nix und waren völlig perplex. Sowas ungehobeltes und offensichtlich völlig sinnloses hatten wir lange nicht erlebt. Schuldbewusst packten wir eilig unsere sieben Sachen und sahen zu, dass wir Land gewannen. Minuten später fragten wir uns was da eben passiert war und kamen zu dem Schluss, das der Kerl zwar Recht hatte, aber nicht so hätte ausrasten müssen. Die Insel war im Gegensatz zu allen anderen Vogelschutzgebieten sehr schlecht gekennzeichnet, es gab viele Spuren von anderen Besuchern und vor allem keinerlei Vögel.

 

Alter Schwede!

 

10km später ist MIttagspause angesagt und es gibt Prinzenrolle in Doppelschoko(!), passend dazu ein Hühnersüppchen...

 

Nach kurzer Erholung paddeln wir weiter und sondieren die Küsten nach geeigneten Schlafstellen.

 

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Da war leider besetzt.

 

Wenn das Wetter mitspielt ist es zum Glück leicht eine gute Stelle zu finden. Will oder muss man das Zelt aufbauen gibt es schon etwas geringere Auswahl. Man kann zwar fast überall anlegen, aber eine ebene Fläche für ein vier Mann Zelt ist selten.

 

Für verstreute Matten ist meist Platz, wenn es dann noch nicht von Ameisen wimmelt und man die Boote gut aus dem Wasser bekommt ist alles perfekt. In unserem Fall sah das dann so aus:

 

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Nach dem Abendessen und als es langsam dunkler wurde mussten wir feststellen, dass die Schlafsäcke von außen ziemlich nass geworden waren. Der Tau schlägt sich unerwartet früh nieder. Meine Sorge, dass im Laufe der Nacht die Schlafsäcke auch innen klamm werden würden hat sich aber nicht bestätigt. 

 

Ganz dunkel wurde es übrigens während unserer Reise nie. Zwar würde es schwer fallen noch ein Buch zu lesen, aber man kann durchaus noch sehen was vor einem ist. Wir hätten die Taschenlampen auch zu Hause lassen können.

 

Langsam senkt sich die Sonne über unserem ersten legalen Schlafplatz:

 

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Die Nacht war ruhig und ohne das nervtötende Summen der Mücken wären wir auch nicht so oft aufgewacht. Autan ist leider auch nicht des Rätsels Lösung. Bensch meckert immer und überlegt, ob er das Autan weglässt um einmal kurz gestochen zu werden und dann seine Ruhe zu haben. Mit Autan fliegen die Viecher die ganze Zeit ums Gesicht herum und suchen verzweifelt nach einem Landeplatz!

 

4. Juli

 

Die Sonne machte es uns am Morgen schwer einzuschätzen wieviel Uhr es war. Nachdem man schon x-mal im Hellen aufgewacht war brachte ein Blick auf Handy dann Gewissheit, dass es Zeit war aus dem ohnehin viel zu warmen Schlafsack zu kriechen.

 

Gegen 11 Uhr und nach gewohntem Frühstück brachen wir auf und hatten etwas mit Gegenwind zu kämpfen.

 

Das Mittagsmahl bestand aus einer der besseren Salamis und ner verwässerten Rindfleischsuppe. Trotz dieser herrlichen Mahlzeit schwand bei mir langsam die Lust einfach von Inselchen zu Inselchen zu paddeln ohne zu wissen was das Ziel war. Klar war, dass wir am folgenden Tag Proviant am Campingplatz bunkern wollten um dann in Richtung offene Ostsee zu starten.

 

Jedenfalls geriet ich ab diesem Tag regelmäßig mit Jonas aneinander weil unsere Vorstellungen sich deutlich unterschieden. Während Jonas und auch Dre den ganzen Tag ohne echtes Ziel durch die Gegend paddeln mögen musste ich eingestehen, dass ich wesentlich schneller den Spaß daran verlor. Bensch´s Einstellung liegt wohl irgendwo in der Mitte. Er kann den ganzen Tag paddeln, muss aber nicht unbedingt.

 

Ein eher weniger geeignetes Nachtlager fanden wir auf einer Insel unweit des Bootsverleihs. Leider waren die ebenen Stellen rar gesät und auf dem Rücken des Felsens auch etwas weiter auseinander.

 

Bei bisher ungewohnt windigen Bedingungen ging es ans Kochen von Specknudeln aus der Tüte - das Ergebnis war ziemlich bescheiden.

 


 

Dafür entschädigte der Sonnenuntergang.

 

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Jonas und Bensch hatten sich einen kleinen Windschutz aus Steinen gebaut um morgens feststellen zu müssen, dass der Wind gedreht hatte und nun aus der anderen Richtung kam. Dreas lag ursprünglich ohnehin recht windgeschützt und ich hatte keine Steine mehr ;-)

 

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5. Juli

 

Das Wecken übernahmen diesmal nicht die Insekten, sondern ein immer stärker werdender Regen. Noch nicht in der Laune aufzustehen schnappte ich mir die blaue Plane und versuchte wieder einzuschlafen. Jonas und Bensch pokerten und blieben zunächst ohne Regenschutz liegen, Dreas schnappte sich eine Decke.

 

Nach einer viertel Stunde ohne Besserung kam Bewegung in die Meute. Jonas kletterte hinunter an die Boote um den Zeltboden zu holen und sich damit zu bedecken. Kurz danach gab Bensch seinen Platz auf und klemmte sich neben mich unter die Plane und auch Dreas zog es unter den wasserdichten Zeltboden.

 

 

 

Was folgte sollte unser einziger regnerischer Tag werden. In der ersten Regenpause packten wir, frühstückten und starteten dann Richtung Bootsverleih um "nachzutanken"


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Stopfen war angesagt:

 

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Nachdem wir alles erfolgreich eingeladen hatten und uns die sehr nette Dame vom Verleih versichert hatte, dass das Wetter besser werden würde verließen wir den Hafen und konnten bei Windstille und leichtem Regen wieder aufbrechen.

 

Die Fahrt war wirklich schön!

 

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Zur Abwechslung hatte sich Jonas Köder verfangen und musste geborgen werden. Das Wasser ist übrigens sehr klar und bietet gute Sicht bis in etwa zwei Meter Tiefe.

 

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Langsam aber sicher kamen wir der offenen See näher, die Inseln wurden kleiner, bestanden nur noch aus Felsen und haben bestimmt schon schlechteres Wetter gesehen.

 

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Eine wirklich schöne Insel haben wir trotzdem gefunden. Wie sich bei der Umrundung herausstellte waren wir nicht die Einzigen die sich hier wohlfühlten. Es stand eine kleine, aber unbewohnte Stuga auf der anderen Seite der Insel.

 

Obwohl sich das Wetter gebessert hatte entschlossen wir uns auf einer flachen Steinebene an der Anlegestelle das Zelt aufzustellen.

 

Danach gings ans Angeln - Jonas und Dreas- und Bensch und ich spielten Hausfrau inclusive Kinder vom Spielen zum Essen rufen ;-)

 

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Danach wurde weiter geangelt, ohne Erfolg natürlich und dann Feuer gemacht - mit Erfolg natürlich!

 

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Der Ausblick von der Hütte!

 

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Der Unermüdliche!

 

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Erst qualmt´s!

 

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Dann brennt´s!

 

Im Feuer haben wir ein paar mitgebrachte Mettenden gegrillt und dann mit Senf genüsslich aufgefuttert. Die Dinger müssen wir uns für den nächsten Trip unbedingt merken...

 

Satt und zufrieden ging es dann ins Bettchen im Zelt.

 

 

6. Juli

 

Im Reisetagebuch steht vermerkt: "Feuer macht betrunken" und da ist was dran. Immer wenn man noch draussen sitzt und statt ins Bett zu gehen lieber noch in den Flammen herumstochert kommt jemand auf die Idee und fragt in die Runde: "Auch noch ´n Bier?" Alle nicken und so komt eins zum anderen...

 

Entsprechend spät und lahm kamen wir am Morgen aus den Federn. Das Packen der Boote ist mittlerweile Routine und wie gewöhnlich braucht Dreas am längsten um sein Boot zu Wasser zu lassen.

 

Die Route haben wir immerhin schonmal grob geklärt.

 

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Da entlang!

 

Fest steht, dass wir uns einen Blick auf die freie Ostsee erhaschen wollen. Auf dem Weg dorthin queren wir die Haupptschiffahrtsstraße auf der es vor kleinen Yachten nur so wimmelt. Zum Glück sind wir nicht an Bojen und feste Routen gebunden. Im Gegenteil, wie schon in den früheren Urlauben machen wir uns immer einen Spaß daraus die engsten Passagen zwischen aus dem Wasser ragenden Felsen zu suchen. Wer stecken bleibt wird ausgelacht und die hinten fahrenden suchen sich eine andere Route.

 

jonas 52Noch sind Inseln vor uns...

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Bensch hat gute Laune...

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Das Navi weist den Weg...

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Zwischendurch gibt´s etwas zu essen und dann...

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ist nur noch das Meer vor uns! Keine Insel, keine Schiffe, nichts!

 

Schönes Gefühl. Auf der anderen Seite haben Jonas und ich vor fast einem Jahr gesessen als wir mit dem Motorrad um die Ostsee gefahren sind.

 

Jonas kennt sogar noch den Weg rübernach Estland:

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Dreas hat Hilfsmittel auf dem Boot und noch dazu nicht aufgeräumt...

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Bevor wir unsere "Felseninsel" zum Schlafen erreichten, haben wir eine ausgedehnte Pause gemacht und auf einem flachen Felsen im ziemlich kalten Wasser gesessen. Ein vorbeifahrendes Touri-Boot muss uns für bekloppt gehalten haben! Aber immerhin hat man uns freundlich gewunken.

 

Die Insel die wir uns für die Nacht ausgesucht hatten war spektakulär. Sie bestand aus riesigen zerklüfteten Felsen, war unwirtlich und noch dazu mühsam zu begehen.

 

Ihren Reiz hatte sie trotzdem!

 

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Nachdem wir die Boote an Land hatten schlugen wir das Lager auf und bereiteten uns zum zweiten Mal das Highlight unserer Speisekammer zu - Farfalle Nudeln. Die Dinger schmecken auf Reisen ausgesprochen gut und zu Hase würde man davon nicht brechen müssen.

 

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Hmmmmmmmmmmmm....

 

Nach dem Essen haben wir uns noch etwas mit dem Schattenwurf vergnügt:

 

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Ich (Tobi)

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Bensch

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Dreas

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Jonas

 

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Wir!

 

 

So sah das Lager von oben aus:

 

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Man kann erahnen wie steil die Felsen waren. Jonas und Dreas sind auf ihrer obligatorischen Klettertour nicht abgestürzt. Richtig blöd wäre es sich dort ernsthaft zu verletzen.

 

Die Abendstimmung war, wie gewohnt, sehr schön!


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Wer auf den Schattenwurf achtet kann sich vorstellen wir wir uns am nächsten Morgen ab ca. vier Uhr gefühlt haben. Wir wurden auf dem nackten Felsen liegend regelrecht gegrillt. Die Schlafsäcke sind für Temparaturen um den Gefrierpunkt geeignet und trotz vollkommener Öffnung war es schwer erträglich. Ganz ohne Schlafsack war es wegen des Windes leider zu kühl. Es half nur sich möglichst nach an die Felsen zu schmiegen, das kostete jedoch wegen der vielen Spinnen auch wiederum Überwindung.


 

7. Juli

 

Zum Frühstück gab es das Übliche, die Reste des Kaffeewassers entsorgten wir in der an unserer Schlafstelle gelegenen Felsritze. In dieser wimmelte es vor Kaulquappen und anderem Getier...

 

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Die schwarzen Biester am Rand. Immerhin konnten sie noch nicht quaken ;-)

 

Die Insel war nur auf der Detailreichsten Karte verzeichnet und lag recht isoliert.

 

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Dann hieß es wie immer packen und die Boote ins Wasser schubsen...

 

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Nach dem Aufbruch haben wir wie immer viel und erfolglos geangelt, die besagte Haupstraße noch einmal überquert und sind in der Mittagspause schwimmen gegangen.

 

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Der Fisch war schon tot, aber er sollte als Köder recycled werden. Auch erfolglos...

 

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Die Hauptstraße...

 

Nicht lang nach unserer üppigen Mittagspause fanden wir eine schöne Insel mit altem Baumbestand, einer einladenden Bucht und sogar Platz für unser Zelt. Die letzte Nach "auf dem Wasser" wollten wir lieber noch einmal im Zelt verbringen. Vor allem weil das Wetter umzuschlagen drohte.

 

Das Abendessen bereiteten wie eigentlich immer Bensch und ich zu. Es gab gar nicht mal so schlechte Spaghetti.

 

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Der Abend wurde lang, Jonas und Dre fuhren noch ein verzweifeltes letztes Mal zum Angeln um die umliegenden Inseln und Bensch sammelte Feuerholz um den letzten Abend zu krönen.

 

Nach einiger Zeit landeten wir alle im Zelt und schliefen mehr oder weniger gut...

 

 

8. Juli

 

Zum Aufstehen gab es von Benjo´s Seite das Ergebnis des letzten Abends  sehen. Jonas und ich haben es wegen der Sonne nicht lang im Zelt ausgehalten und sind recht früh aufgestanden. Beim rausgehen fiel uns Blut an Benschs Matte auf.

 

Da hatte wohl jemand zu lange mit dem Feuer gespielt und die Quittung dafür bekommen.

 

Als Bensch sich irgendwann aus dem Zelt quälte bot sich uns folgender unappetitlicher Anblick:

 

jonas 2 3Der Zehnagel wird wohl irgendwo beim nächtlichen Spaziergang am Stein hängen geblieben sein.

 

Die Reinigung der Wunde und das Geheule dabei waren jedenfalls genau das Richtige für einen guten Start in den Tag.

 

Bis zum Bootsverleih, an dem wir uns für die letzte Nacht wie üblich eine Stuga gemietet hatten, war es immerhin nicht mehr weit, so dass der Pechvogel sich nicht sehr anstrengen musste.

 

 

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Nach dem Aus- und Umladen der Boote hatte uns die Zivilisation wieder. Wir hatten ein festes Dach über dem Kopf und sanitäre Einrichtungen in Reichweite.

 

Trotz wehmütiger letzter Paddelschläge war die Aussicht auf eine warme Dusche sehr verlockend.

 

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Die Hütte war ungewohnt geräumig, aber auch entsprechend teuer. 550 SEK. Dazu gehörte allerdings ein separates Bad im Waschhaus.

 

Ein Parkplatz vor der Tür war auch vorhanden.

 

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Nach ausgiebigen Reinigungsmaßnahmen und einem Spaziergang begaben wir uns noch einmal ans Meer.

 

Am Steg wimmelte es vor kleinen Fischen...

 

Jonas und ich hatten im Nachbarhafen kleine Jungs nur mit Leine und Haken Fische fangen sehen und so versuchten auch wir unser Glück.

 

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Zack! Nr. 1

jonas 2 12Ein Riese!

jonas 2 13Hah! Ein Barsch! Ich war der Einzige der den König der Fische an Land bringen konnte ;-)

 

Auf Haribo Tropifrutti gehen die Dinger wie die Pest... Hätten wir das mal vorher gewusst ;-)

 

Nachdem wir jedes Biest aus dem Hafen einmal am Haken hatten gab es noch ein Feierabendbier an der Hütte und dann einen erholsamen Schlaf.

 

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9. Juli

 

Morgens herrschte dann Aufbruchstimmung, schließlich hatten wir wieder 12 Stunden Fahrt vor der Nase...

 

Zum Glück mit komfortablem Auto

 

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Auf geht´s!

 

Bis zur Fähre übernahm ich das Steuer, dann Jonas bis zum McDonalds Besuch bei Hannover und Bensch hat seinen lädierten Fuß auf dem Rest der Strecke aufs Gas gestellt.

 

Vor der Fähre nach Fehmarn durften wir allerdings noch eine gute halbe Stunde im Stau stehen...

 

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Ab Deutschland ging es dann, nicht zuletzt wegen des Spiels um Platz 3 in der WM zügig voran. Mit guter Unterhaltung und auf leerer Autobahn kamen wir in Dortmund wohlbehalten an!

 

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Wie immer haben wir die Reise sehr genossen. Trotz diverser Meckereien bzgl. der Tageskilometer war es ein schöner Urlaub.

 

Mal sehen wohin uns das nächste Jahr treibt!

 

 

 

...Bericht von Tobi...

 

 

Und so sind wir gefahren - Dreas hat die Route aufgezeichnet:

 

 

GoogleEarth Paddaln SchärenDie Route könnt ihr genauer in Google Maps betrachten - leider ist die Karte zweigeteilt. Mit Klick auf das Bild oder den Link Paddeln Ostsee Schären Schweden 2010 wird die Karte größer angezeigt.

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