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Fortbewegungsfreunde Vier Dortmunder auf Touren

Auf der Hase 2004

Fortbewegungsfreunde

Hier berichte ich von unserer ersten Paddeltour die wir zusammen unternommen haben.


Dieser Blog ist genau wie dieser Artikel im November 2008 entstanden, also sind die Reiseeindrücke schon leicht angstaubt ohne etwas von ihrem Ruhm verloren zu haben.

Das Ziel war die Hase, ein kleiner Fluß im wunderschönen Emsland mit dem Ursprung im Teutoburger Wald bei Osnabrück und der Mündung in Meppen.

 

Wir sind damals vier Tage unterwegs gewesen und haben dreimal übernachtet.

Start war bei Essen in Oldenburg, geplanter Ausstieg und Ziel in Meppen. Wir haben aber in Haselünne Schluss gemacht, es ist nicht einfach Entfernung und Geschwindigkeit auf dem Wasser vorher zu kalkulieren, vor allem nicht wenn man zum ersten Mal so unterwegs ist.

Wir haben damals ca. 50km zurückgelegt.

Vielleicht ist es interessant zu wissen warum wir überhaupt paddeln wollten...


Tobias und ich kennen das Emsland ziemlich gut da wir dort sehr viel Zeit bei unseren Großeltern verbracht haben.

Verlassene Natur und vor allem Wasser gibt es im Ruhrpott, auch im grünerem Dortmund nicht besonders häufig, im Emsland aber reichlich!

Wir haben als Kinder auf der alten Ems erst im Schlauchboot, dann in einem alten Faltboot (Klepper) schon mit Begeisterung gepaddelt.

Damals noch in wechselnder Begleitung von Cousinen, Cousins und den jeweiligen Onkeln.


Nun war die Idee alle "überlebenswichtigen" Klamotten in ein Auto zu packen und zu fünft für drei Tage völlig autark auf dem Fluss unterwegs zu sein.

Geplant war zu viert in Dortmund zu starten und die Boote bei einem Studienfreund von Tobias auszuleihen.

Als fünfter kam ich einen Tag später aus Weimar dazu, da ich noch im Studium zu tun hatte.

Damals sind wir mit einem BMW 325eta Limousine gefahren- 2.7l Hubraum und etwa doppelt so viel Kofferraumvolumen.

 


Die Anreise der vier samt Bootsausleih war wohl problemlos, meine späte Anreise, bzw. das finden gestaltete sich durchaus schwierig. Es ist selbst bei einem kleinen Fluß wie der Hase nicht einfach ein Boot zu treffen welches nicht genau sagen kann wo es sich gerade befindet! Aber es hat glücklicherweise geklappt!

Das war das Bild was sich mir damals von der Brücke bot:


Was mich erstaunt hat waren unsere Boote!

Ein im wahrsten Sinne bunter Mix:

- zwei kleine Plasikkajaks, einer blau einer gelb- eigentlich gebaut für Wasserpolo

- ein altes Faltboot in blau

- und eine orangener Zweimannwanderkajak namens "Pogge"

Am Rande bemerkt sechs Sitzplätze für fünf Personen, aber besser so als andersherum!

Aber nur so liess sich all unser Gepäck transportieren...

Hier sieht man das verschlossene Gepäckboot (blau) während einer Rast am Ufer.



Bensch paddelte mit Tobi im Faltboot, Dreas mit Chrissi in der "Pogge" und ich habe die beiden kleinen Boote den Fluss hinunter navigiert.

Ein paar Impressionen:




Von wo nach wo, geschweige denn wieviele Kilometer wir gefahren sind kann ich nicht mehr sagen, jedenfalls haben wir abends eine gute Stelle zum Zelt aufschlagen und übernachten gesucht.

Hier Zelt und Dreas als verachtungs- und bewunderungswürdiger Dosenravioliesser


Man beachte unser Vulcano drei Kammer sechs Personenzelt aus dem Kaufland.

Bei irgeneinem Festival ist es einem Sturm zum Opfer gefallen, oder zumindest dort ruiniert worden- klare Versicherungsangelegenheit!


Die Hase hat nicht gerade tropische Temperaturen was uns nicht schrecken kann.





Tobi ist wie immer erster an Land um seine Shorts dem großen Publikum zu präsentieren.

Es wird Zeit ein Bier zu trinken, man beachte den Westfalenstadionbecher!



Am nächsten morgen geht es bei mäßigem Wetter weiter


Unter den Bäumen am Ufer suchen wir Schutz vor dem immer fieser werdenden Regen




Mit Profiausrüstung  ist das ja kein Problem



Um dann schliesslich vollkommen nass und durchgefroren unter einer Brücke bei Herzlake Pause zu machen

Nach einwenig Zivilisation geht es dann aber doch weiter.

Das Wetter bessert sich und wir finden abends einen schönen Platz zum campen, es wird immer klarer ,daß wir unser Ziel Meppen nicht erreichen werden. Unser fünfter Mann ist nicht ganz einverstanden mit dem Verhältnis von Pause zu Paddeln, sieht aber als er wieder trocken ist ganz zufrieden aus!


Tobi hat es ordentlich erwischt- man unterschätzt die Sonnen die den ganzen Tag ungehindert auf die Beine fällt leicht!



Wir haben vorm Zelt etwas Platz unsere Wasserpolokajaks etwas zu testen und unseren Spass!

Dreas



und Jonas



Schnell noch die Schlafsäcke überm Stacheldraht zum trocknen aufhängen


und den Abend im Zelt in vollen Zügen geniessen


Ein Phänomen!



Am Sonntag hieß es dann einen geeigneten Ausstiegspunkt, also möglichst einen kleinen Anleger zu finden um die Boote an Land zu bekommen.

Das ist uns mit der "drögen Polle" bei Haselünne auch gelungen.

Hier der Aufbruch, zwei Mann bewegen vier Boote für die letzten Meter.



Das war unsere erste Paddeltour und der Anfang unserer jährlichen Flucht in die Natur.


Wenn man ein Fazit ziehen will kann man sagen das wir sowohl schlecht ausgerüstet, als auch schlecht informiert waren. Aber es ist wirklich kein Abenteuer den grauen Fluß hinunter zu paddeln, das schafft man auch schlecht vorbereitet.

Eine große Verbesserung bei den folgenden Touren sind die Boote gewesen.

Es sei jedem der mit kompletter Verpflegung mehrere Tage unterwegs ist empfohlen mit einem Kanadier zu fahren.

Diese Boote haben einen großen Bootskörper der dementsprechend viel aufnehmen kann, allerdings ist der Wetterschutz nicht so gut wie bei Kajaks mit Spritzschutz.

Wie immer gibt es Für und Wieder für unterschiedliche Boote, fest steht das Wasserpolokajaks einen beschi*** Geradeauslauf haben!


Spass hat es uns trotzdem viel gemacht und wir haben viel gelernt!


von Jonas

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