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Fortbewegungsfreunde Vier Dortmunder auf Touren

Einmal rund um Bolmsö mit Abstechern

Fortbewegungsfreunde
Nach einigen Jahren Flussfahrt in heimischen Gefilden lockte das Abenteuer und wir folgten dem Ruf nach Norden!

Via google haben wir Bolmen Marin & Fritid ausgemacht und von Deutschland aus Boote gemietet link .

Die Reisezeit war geplant vom 26.05.2007 bis zum 31.05.2007.

Die Route sprang geradezu ins Auge und wir mussten nur nach den geographischen Gegebenheiten richten.

Hier die Karte:




Zuerst galt es jedoch via Dänemark nach Schweden zu kommen.Für uns eine unbekannte Route und so liessen wir uns einfach den Weg vom Routenplaner ausspucken.

Diese ging vorbei an Hamburg, Kiel, hinüber nach Fynen über die Storebaelt Brücke nach Sjaelland bis hinauf nach Helsingor und dann per Fähre nach Helsingborg.

Dre wollte vorher auch noch abgeholt und sein Gepäck verstaut werden. Scheint eng gewesen zu sein...



Den Fehler den wir 2008 machen würden ( Kreuz und quer auf dem Asnen ) nämlich zu spät zu tanken vermieden wir und bunkerten in Dänemark Benzin für unseren Strassenkreuzer!



Um 4.40 war dann frieren vor dem Parkplatz der Fähre angesagt.

Jonas und Ich: 



Der werte Herr Bensch im kleinen Schwarzen (Poloshirt)



Und der  überladene Fehlfarbene:



Hah! Ich in kurzer Hose und der verschlafene Rest inzwischen komplett angezogen.



Endlich angekommen... da laust ihn glatt der Affe.



Es empfing uns eine sehr freundliche deutschsprechende Dame und zeigte uns Boote und Steg.

Ausgeladen die Herren (und nicht das Auto im See versenken):




Unsere Canadier siehe auch hier: link




Angetreten Männers



und der Rest



Wie man unschwer erkennen kann sind die Boote sehr geräumig für unsere Zwecke genau das richtige.

Is tief? Ja isses...




Kaum abgelegt bot sich uns eine wirklich wunderschöne Aussicht:



Glattes Wasser, feinste Morgensonne und MÜDIGKEIT nach durchwachter Nacht erwarteten uns!

Erstmal rausfinden wo wir sind....



OK, jetzt wo wir das wissen  können wir dann ja ne Pause machen....






Der Zufall wollte es, dass Dreas Freund Bodo 2007 in Schweden ein Praktikum absolvierte. Von Dortmund aus hatten die beiden ein Treffen mitsamt Bodos Freundin Melanie geplant.

Wir trafen uns dann auf einer kleineren Insel und begutachteten uns erstmal kritisch.




Betrachtet und für gut befunden!

Wirklich nette Freunde von Dreas die uns gerne noch länger hätten begleiten können!



Sieht man´s?

Die beiden hatten sich in ihrem flachen Aufblas-Boot die ein oder andere Ladung Wasser über die Beine geschaufelt.

Da ist die Titanic in grün.



Nach nem spannenden Rennen kamen wir alle um circa halb 2 an einem schönen Strand an!

Für uns Dortmunder stand fest: Hier bleiben wir!

(Wer das Rennen gewonnen hat ließ sich bisher nicht eindeutig klären!)

The Beach:



Uns war ar***kalt, wir waren todmüde und wollten nie wieder weg.

Prompt kam jedoch ein Landsmann angeschlendert, gab sich als Hobbyhausmeister zu erkennen und liess durchblicken, dass wir ihn in seinem Revier nicht unwesentlich stören. Nicht erwähnenswert ist wohl, dass kein Schwede meckerte!

Fazit war: Wir bleiben, er geht und wir scheissen ihm nicht in die Parzelle.

Damit der Grill nicht ausgeregnet wird und troztdem ordentlich qualmt haben die beiden nen schicken Schirm aus dem Bulli gezaubert...



Anschliessend haben wir gegessen, Öl getrunken, uns umarmt, ein bischen geflucht, dass es gerade mal 3 Uhr nachmittags war und vor allem gefroren!



Cheers Bodo



Slots mit 2.8 flinken Umdrehungen....



Melanie & Bodo & Bulli aus MK




Großzügige Platzverhältnisse auf beiden Seiten




Weiter ging es ( zu sechst) am nächsten morgen....

Unser Strand ist noch in Sicht.




Row row row your boat gently down the stream...



Nach ein oder zwei Stunden auf dem Wasser hiess es Abschied nehmen von Bodo und Melanie. An dieser Stelle nochmal Danke für Öl und Grillfleisch.




Für uns ging es weiter Richtung Norden. Schliesslich wollten wir einmal um die Insel Bolmsö wieder zurück zum Ausgangspunkt der Reise gelangen.

Boooaaack!

Ein stolzer Erpel...




Pause machen war jedenfalls angesagt.

Hunger! Es gab Bockwürstchen aus und in der Dose gekocht und dazu Toast, jedenfalls war mir danach schlecht...





Besonders tief war es jedenfalls nicht, oder kann der Mann ein bischen unter Wasser laufen?



Nach kurzer Lagebesprechung steuerten wir dann das nächste potentiell zum schlafen geeignete Ufer an:



UUUhhh, Äääähh falsches Foto...

Weiter geht´s:



Da lang.



Sooo, Zelt steht. Es darf geköchelt werden.

Beste Nudeln aus der Spaghetteria... Bensch und Dre je eine Portion und Jonas und ich teilen uns eine...



Der Hunger treibt´s rein.

Zwischenzeitlich haben wir das Zelt eingeräumt.



Und dann ging es ab in den Bolmen:





Danach erst ein kleines Feuer und dann ein grosses!



Vorbereitung:



Teamwork zahlt sich aus.



Am nächsten morgen das übliche Bild. Einer tut so als ob er arbeite, der andere weiss, dass er es sonst tut!



Wer wird denn da gleich so zerknirscht gucken?



Nicht allzu weit und es folgte mein ABSOLUTER LIEBLINGSSCHLAFPLATZ(!).

Ohne vernünftiges Essen zu paddeln bereitete mir böse Bauchschmerzen und so hielten wir kurzerhand auf einer seeehr kleinen Insel. Nach kurzem Protest hatte ich eine Übernachtung durchgesetzt bei der ich den schrägsten Schlafplatz zu wählen hatte.



Unser Zelt passte so gerade eben drauf...

Der Rest der Insel war felsig, bot uns aber die Möglichkeit die Boote an Land zu ziehen, zu spülen und uns später ein Feuer zu machen!





Das Zelt steht und im Vordergrund bereiten wir den Kochplatz vor...



Erst die Pflicht - Spülen-







und dann die Kür - Feuer machen -



Relax and enjoy...







Der nächste Morgen. Das Zelt muss zusammengepackt werden und der Rest gehört ins Boot.

Hier stand das Zelt...




Einrollen und dann los:




Dre plagt sich noch mit der Trinkwasserpumpe - wahrscheinlich völlig sinnlos- aber dafür im Schlagschatten...




Im Hintergrund die Insel meiner Träume:





Bensch und Jonas als Nachzügler...

Danach kam das härteste Stück der Tour auf uns zu.

Es spricht für sich, dass keine Fotos von der Umrundung des Nordens des Bolmen aufgenommen wurden.

Wir hatten heftigen Gegenwind, unerwartet hohe Wellen die uns trotz frontalen Wellenganges immer wieder kräftige Portionen Wasser in die Boote und dazu eine fürchterliche Plackerei um die Insel bescherten.  Immerhin erwiesen sich die Linder Canadier als halbwegs seetüchtig, so dass wir mit Wind und Strömung im Rücken die nächsten Ziele ansteuern konnten.



 Dieses Foto zeigt schon den Rückenwind der widerum einiges an Kurskorrektur erforderte ;)



Leider gibt es keine Fotos vom "Kap"

Die nächste Schlafstelle wurde nach kurzem Streit dann auch entschieden.

Angemerkt sei, dass Jonas mit späterer Stunde immer munterer und paddelwilliger wird, während der Rest der Meute einfach nur den Tag zu Ende bringen möchte...

Es lief letztendlich auf diese Stelle hinaus:



Miststelle...

Alles voller Treibgut, Schaum und obendrein haben Jonas und ich die einzige Dosenmahlzeit der gesamten Zeit probiert.... Mexikanischer Bohneneintopf! NIE WIEDER....





Kocherei....



Glücklich.... zumindest ein bischen.

Weiter geht´s...




Der nächste Tag sollte uns etwas unerwartet treffen!

Mit Sturm hatten wir bis dato eher nicht gerechnet. Als wir jedoch am Morgen aufbrachen um uns auf die Reise gen Campingplatz zu machen wurde uns schnell bewusst, dass die nächste Schlafstelle nicht ohne Arbeit zu erreichen sein würde.

Es war ein heftiger Kampf! Nach einer kurzen Pause in der Nähe von Ferienwohnungen in der Hoffnung, dass sich der Wind legen würde und wir nen Laden finden könnten ging es wieder aufs Wasser.





Durchatmen war angesagt. Saukalt und eigentlich zu windig...

Als wir nicht mehr konnten haben wir einen kleinen Privathafen angesteuert um etwas Schutz vor den Wellen zu haben.







Leider kann man auf den Fotos nie die Höhe der Wellen erkennen. Der Schaum spricht jedoch für sich.


Der Besitzer dieses Anwesens hat uns dann jedenfalls gnadenlos verjagt und wir beschlossen bis zum Campingplatz durchzukacheln...

Vorher musste sich Jonas noch der nassen Sachen entledigen:





Unser Refugium auf Zeit!

Und das wars mit Wasser und Sturm. Mit zusammengekniffenen Arschbacken ging es bis zum Campingplatz...



Ausgepackt:



Und eingezogen! Die typischen Schweden Hütten sind einfach genial.



Abendstimmung:




Blick vom Bett...


Leider waren wir nicht in der Sauna, dafür gab es ausgiebige Duschorgien und gepflegte Sanitärhäuser.



Aufstehen, packen, losfahren und aufs nächste Jahr freuen.



Der Rückweg ging dann über Rödby nach Fehmarn und nicht wie auf dem Hinweg durch ganz Dänemark...

Auf der Fähre mussten wir noch unsere Devisen einlösen:



Im Auto:



Fazit der ersten Schweden Reise:

Alles richtig gemacht. Tolles Land, toller See, gute Boote, die letzte Nacht in der Hütte und die Dusche vor der Fahrt waren sehr angenehm und auch die Ausrüstung war angemessen.


Noch auf der Rückfahrt stand fest: Wir kommen wieder.

Weit weg, aber die Reise wert...



von Tobias

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